FUSSBALL: Mit Höffler hofft Bitburg auf höhere Aufgaben

FUSSBALL: Mit Höffler hofft Bitburg auf höhere Aufgaben

BITBURG. Die B-Junioren-Elf des FC Bitburg schloss die vergangene Saison in der Rheinlandliga als Siebter ab. Einer, der wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hat, ist Jan Höffler. Mit einer kontinuierlichen Entwicklung und tollen Leistungen anvancierte er zum besten Keeper der ganzen Liga. In der nun begonnenen neuen Saison hat er sich viel vorgenommen.

Sein ehemaliger Trainer Udo Jutz hält große Stücke auf ihn. Die halbe Liga wollte ihn haben, und trotzdem ist er bodenständig geblieben. Die Rede ist von Bitburgs Nachwuchstorwart Jan Höffler, der zu den herausragendsten Erscheinungen der abgelaufenen Spielzeit gehörte. Der am 11. April 1989 in Bitburg geborene Jan Höffler begann bereits im zarten Alter von fünf Jahren mit dem Fußball, war nur einmal bei einem anderen Verein tätig. Vom Winter 2003 bis zum Sommer 2004 gelang Höffler beim Verbandsligisten Eintracht Trier der Durchbruch, verhalf der Truppe zum Vizemeistertitel und wäre beinahe aufgestiegen. Doch Unstimmigkeiten mit dem damaligen Trainer der Eintracht ließen ihn an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren. Nun ist der designierte Kapitän Leitwolf der Mannschaft und will als älterer Spieler die neu hinzugekommenen Leute führen und motivieren. Jan baut dabei auf seine Stärke auf der Linie, er besitzt tolle Reflexe. Verbessern muss er das Herauslaufen, ähnlich wie bei Oliver Kahn, den er als sein Vorbild ansieht. In der Verbandsauswahl war Jan fünf Jahre. "Dort habe ich aber nur sechs Spiele gemacht, weil immer vier Torleute dabei waren. Die vergangenen zwei Jahre fanden gar keine Spiele mehr statt, so dass ich mich voll aufs Vereinstraining konzentrieren konnte. Mit Guido Schneider, der auch Co-Trainer ist, haben wir einen sehr guten Torwarttrainer", sagt der 1,80 Meter große und 80 Kilogramm schwere Keeper. Schulisch hat Jan im Sommer die mittlere Reife abgelegt und begann am 1. August eine Berufsausbildung zum KFZ-Mechatroniker bei einem renommierten Bitburger Autohaus, zu dem er nach dreieinhalb Jahren als Mitarbeiter in der Geschäftsführung zurückkehren wird. "Natürlich muss ich dann noch Meisterschule machen, aber das Arbeitsklima ist schon klasse." Sein Vater fährt ihn zu allen Spielen, auch die Mama ist hin und wieder mit dabei und flüstert ihrem Sprössling gegebenenfalls auch mal was Kritisches ins Ohr. Ansonsten zeichnen Jan Höffler Ehrlichkeit und Offenheit aus. Ehrgeiz und Kämpfen gehören genauso dazu, wie auch mal Kritik einstecken zu können. Sein Lebensmotto lautet: "Immer nach vorne schauen und sich nicht von negativen Dingen ablenken lassen." Als seine schlechteste Angewohnheit bezeichnet Höffler, dass "ich abends, wenn ich mit Freunden was unternehme, zu lange weg bleibe und am nächsten Tag der Ernst des Lebens auf mich wartet". Mal in die erste Mannschaft als Stammtorwart zu kommen und mindestens Verbandsliga zu spielen, das wäre sein erklärtes Ziel als Sportler und Fußballer. "Wenn es dann auch noch ein Paar Euro zu verdienen gibt, hätte ich auch nichts dagegen", sagt der mit der Rückennummer 22 agierende Torhüter, der mit seiner Bitburger Mannschaft in der kommenden Saison große Ziele hat. "Wir wollen als Mannschaft mindestens Vierter werden. Läuft es gut, ist sogar mehr drin. Persönlich will ich die wenigsten Tore der Liga kassieren".