Gebremste Zuversicht

Gebremste Zuversicht

Die neue Saison der VLN-Langstreckenmeisterschaft wird in vier Wochen mit der Test- und Einstellfahrt offiziell eröffnet, eine Woche später findet das erste Rennen statt. Für Rudi Adams aus Ahütte wird es in diesem Jahr wieder ein "volles Programm vor der Haustür" geben.

Nürburgring. (jüb) Rund eine Viertelmillion Zaungäste zieht Europas populärste Breitensportserie in Sachen Motorsport, die BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft, Jahr für Jahr an. Da alle Wettbewerbe auf dem Nürburgring stattfinden, sind die Langstreckenrennen, die allesamt über eine Distanz von vier oder sechs Stunden gehen, nicht nur ein sportlicher Anreiz, sondern auch ein fest kalkulierbarer Wirtschaftsfaktor in der Vulkaneifel. Rudi Adams weiß seit langem, was das bedeutet. In beiderlei Hinsicht. Der Reifeningenieur aus Ahütte hat seine Wurzeln direkt am Ring, ist zudem im BMW Z4 Coupé einer der Hauptdarsteller der Serie.

Seit dem vergangenen Wochenende steht fest, dass Adams, der für einen italienischen Reifenhersteller weltweit dessen neueste Entwicklungen testet, wieder das komplette Programm in dem Fahrzeug bestreiten wird, mit dem er auch in der vergangenen Saison wiederholt in den Ergebnislisten weit vorn zu finden war. Der hessische Rennstall "Dörr Motorsport", für den Adams fährt, erklärte offiziell, dass er in dieser Saison elf Rennen auf dem Nürburgring bestreiten wird. Neben den zehn Serien-Einsätzen gehört auch die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen dazu.

Aufgrund neuer technischer Bestimmungen in der VLN-Langstreckenmeisterschaft blickt der Eifeler Motorsportler derzeit mit einer gewissen Portion Skepsis schon einmal auf die Saison voraus. "Leider werden wir ja technisch etwas eingebremst werden." Ein kleineres Tankvolumen und die Einführung von Luftmengenbegrenzern sind laut Adams die wichtigsten Änderungen.

"Wieviel Leistung wir dabei verlieren, das wissen wir noch nicht. Die Motoren befinden im Moment noch bei BMW auf dem Prüfstand", schildert Rudi Adams den "Status Quo" und ergänzt: "Das ist alles schade, da wir eh nicht die schnellsten waren und jetzt noch mehr eingebremst werden. Den Zeitpunkt für die Änderung des Regelwerks verstehe ich ohnehin nicht."