Esch/Alzette: Glückliches Remis gut für die Psyche

Esch/Alzette : Glückliches Remis gut für die Psyche

Fußball: Eintracht Trier erreicht durch ein spätes Tor ein 1:1 bei Jeunesse Esch.

Ein für die Psyche gutes, insgesamt aber eher schmeichelhaftes 1:1-Unentschieden hat Fußball-Oberligist Eintracht Trier im Testspiel beim luxemburgischen Erstligisten Jeunesse Esch erreicht. William Ferreira da Cruz aus Triers A-Jugend traf zwei Minuten vor dem Abpfiff auf dem Kunstrasen des Jeunesse-Trainingsgeländes zum Ausgleich, als die Eintracht eine Überzahlsituation nutzte (88.).

Kurz vor der Pause war Esch, aktuell Tabellenführer im Großherzogtum, durch Omar Natami in Führung gegangen. Das Tor kam einem Geschenk des SVE gleich. Zunächst hatte Godmer Mabouba mit einem schlechten Rückpass auf Torwart Denis Wieszolek eine Ecke provoziert. Torschütze Natami stand bei der Hereingabe dann ziemlich frei (44.).

Trier gestaltete in den ersten 20 Minuten die Partie offen, dann übernahmen die in puncto Ballzirkulation, Ballsicherheit und technischer Versiertheit überlegenen Luxemburger das Kommando.

„Wir haben gegen einen spielstarken Gegner gespielt, der die Größe des Platzes komplett ausgenutzt hat. Wir haben die  Räume nicht so eng bekommen wie gewünscht. Es ist wichtig, gegen Gegner zu spielen, gegen die wir an unsere Grenzen kommen. Wir haben uns nie aufgegeben. Das Ergebnis ist am Ende glücklich, aber in der Vorbereitung ohnehin nur zweitrangig“, sagte Eintracht-Trainer Josef Cinar.

Der Coach konnte wieder auf Leoluca Diefenbach und Jan Brandscheid zurückgreifen, dafür mussten die angeschlagenen Tim Garnier (soll diese Woche wieder ins Training einsteigen) und Christoph Anton (wird heute untersucht) passen.

Im Mittelfeldzentrum ließ Cinar Pascal Güth von Beginn an ran – für den A-Jugendlichen war die Partie gegen einen robusten Gegner eine Herausforderung. Cinar: „Wir geben den Jungen die Chance. Sie sollen und müssen lernen. Unser Kader ist klein. Es könnte sein, dass wir sie jederzeit einsetzen müssen.“

In dieser Woche hofft der SVE-Übungsleiter, mit seinem Team im Training zumindest wieder auf den Kunstrasen des Moselstadions zu können: „Ich hoffe auf den guten Willen der Stadt und des Platzwartes. Ansonsten müssen wir die Situation so annehmen, wie sie ist.“ Heißt: Die Mannschaft müsste wieder in die Halle ausweichen.

Die nächsten Vorbereitungsspiele stehen am Wochenende an. Dann wird auf dem Kunstrasen in Ralingen der fünfte Winter-Cup ausgetragen. Trier trifft im Halbfinale des Vierer-Turniers am Samstag, 2. Februar, 15.30 Uhr, auf den luxemburgischen Erstligisten Etzella Ettelbrück. Zuvor stehen sich um 13 Uhr Victoria Rosport und Regionalligist SV Elversberg gegenüber. Die Verlierer beider Duelle begegnen sich am Sonntag, 3. Februar, 13.30 Uhr, im Spiel um Platz drei. Das Finale wird um 16 Uhr angepfiffen.