Große Liebe: Die Briten und der Tee

Große Liebe: Die Briten und der Tee

Tee ist eine wahre Wundermedizin. Er hilft gegen Stress, Traurigkeit, Liebeskummer, Erschöpfung, Kater und ein ganzes Handbuch körperlicher Krankheiten. Zumindest im Vereinigten Königreich.

Läuft einem Briten eine Laus über die Leber, dann folgt auch bald der Satz: „Ich setz' mal Wasser auf“. Ein Tässchen Tee heilt alle Wunden. Am weitesten verbreitet ist schwarzer Tee mit Milch. Die Sorten sind aber beinahe unerschöpflich.

Rund 165 Millionen Tassen Tee werden nach Angaben des UK Tea Council täglich auf der Insel getrunken. Über das Jahr sind es 60,2 Milliarden. Dabei gibt es zahlreiche Zeremonien, den schicken Afternoon Tea zum Beispiel. Obwohl in den vergangenen Jahren unzählige Coffee-Shops aus dem Boden geschossen sind, hat sich der Kaffee noch nicht ganz durchgesetzt. Geschätzt 70 Millionen Tassen werden davon täglich gebrüht.

Die Erfolgsgeschichte des Tees in Großbritannien begann Ende des 17. Jahrhunderts. Damals waren die Blätter so teuer, dass sie sich nur wenige leisten konnten. Tee war Modegetränk. Die East India Company sprang auf den Trend auf, begann, Schwarztee zu importieren, und machte ihn zur Massenware. Kam Tee erst aus China, bauten ihn die Briten später in ihren Kolonien selber an, vor allem in Indien.

Uk Tea Council