Grundschüler in der Universität

Grundschüler in der Universität

Auf uns dritte und vierte Klassen der Keune-Grundschule Trier wartete ein ganz besonderer Morgen an der Universität. Wir erhielten eine Vorlesung über unser Sachunterrichtsthema Ritter und Burgen an der Uni.

Trier. Als wir an der Universität angekommen waren, verteilten wir uns in einem Hörsaal. Als alle Plätze besetzt waren, wurde es still. Vorne stand eine junge Frau. Sie begrüßte uns und stellte sich vor. Miriam Weiß arbeitet als Historikerin an der Uni. Sie kennt sich gut mit Büchern aus. Sie erklärte uns, wie das Mittelalter begann.
Das Mittelalter heißt Mittelalter, weil es zwischen zwei Zeiten liegt - zwischen der Antike und der Renaissance. Die Römer und Griechen lebten vor dem Mittelalter. Wusstest du, dass nach dem Mittelalter die Zeit von heute begann? Man weiß so viel über das Mittelalter, weil man so viele Sachen gefunden hat. Wir haben auch erfahren, wer sehr viel zu bestimmen hatte und wer nicht.
Zum Beispiel hatten der König, Prinzen, Adlige oder Burgherren sehr viel zu sagen. Die, die nicht so viel zu bestimmen hatten, waren Bauern oder Handwerker.
Die meiste Macht hatten der König, der Kaiser und der Papst. Miriam Weiß erzählte von den Rittern und stellte manchmal auch Fragen. In Kriegszeiten haben die Menschen ihren Herren geholfen. Die Ritter haben Könige und Kaiser beschützt. Die Bauern haben den Rittern zu Essen gegeben, und die Mönche haben gebetet, dass ihr Herr den Krieg gewinnt.
Die Bürger verkauften wertvolle Sachen. Die Schmiede haben die Rüstungen hergestellt. Im Mittelalter gab es auch Fußsoldaten. Dann zeigte Frau Weiß uns echte Fundstücke aus dem Mittelalter. Diese sind normalerweise nur im Museum ausgestellt. Die hat sie dann herumgereicht. Mit den Wachsstempeln hat man früher Briefe versiegelt. Danach zeigte sie uns eine Kopie von einem Brief. Im Mittelalter wurde früher Latein geschrieben. Die Kopie von dem Brief wurde auch einmal rundgereicht, damit wir probieren konnten, ihn zu entziffern. "Tu supplex ora" bedeutet: Du sollst beten.
Die Leute im Mittelalter gingen jeden Tag in die Kirche, und die Mönche beteten sogar jeden Tag sieben Mal. Es gab nur eine Klosterschule. Die Kinder im Mittelalter mussten ihren Eltern ab sieben Jahren bei der Arbeit helfen. Mit 14 Jahren wurde man einfach verheiratet und durfte nicht selber bestimmen, wen man heiratete. Als Frau Weiß mit ihrem Vortrag fertig war, konnten die Kinder noch Fragen stellen. Sie konnte alle beantworten.
Am Schluss haben die Klassen ihr noch etwas als Dankeschön geschenkt: ein Glas Marmelade, die aktuelle Ausgabe unserer Schulzeitung "Keune-Agent", ein selbst gemachtes Kochbuch und eine Tafel Schokolade.

Luke Kremer, Nelly Branstätter, Jonas Bürmann, Laura Schwerg, Justin Bensch, Han-nah Gottschalk, Vanessa Gierens, Max Wien, Jule Stark, Kathrin Eitel, Klasse 3b, Keune-Grundschule Trier