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Handwerk geht ins Klassenzimmer

Handwerkstalente sind auch im Werkraum der Konzer Realschule plus zu finden. TV-Foto: Realschule plus Konz
Handwerkstalente sind auch im Werkraum der Konzer Realschule plus zu finden. TV-Foto: Realschule plus Konz
Konz/Trier. Die Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg zeichnet die Realschule plus in Konz und die Realschule plus in Saarburg am heutigen Donnerstag mit ihrem Qualitätssiegel für besonders gute Zusammenarbeit mit dem Handwerk aus. Das Berufsorientierungskonzept in der Konzer Realschule hilft Schülern, passende Betriebe für ein Praktikum zu finden. Jasmin Wagner

Konz/Trier. "Etwa 15 Prozent der Schulabgänger beginnen eine Ausbildung in einem Handwerksberuf. Deswegen ist es unsere Aufgabe, die Werbetrommel fürs Handwerk zu rühren", sagt Bärbel Schädlich, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg. Seit 2009 gibt es eine Kooperationsvereinbarung mit den Schulen, um den Nachwuchs fürs Handwerk zu fördern.Handwerksmeister berichten


Die Kreishandwerkerschaft möchte die Schüler in ihrer Berufsfindung unterstützen, weswegen sie entsprechende Projekte an ihren Partnerschulen fördert: Sie hilft dabei, den Schulen die passenden Betriebe für ein Praktikum zu vermitteln, Praxistage zu organisieren oder lässt Handwerksmeister vor Ort über ihre Berufe berichten.
Das Konzept zur Berufsorientierung der Realschule plus in Konz ist eines dieser Projekte, das den Schülern auch handwerkliche Berufe näherbringt. Das Konzept gibt es seit 2011, und es wurde seither stetig verbessert.
"Unsere Schüler können lebensnah und unmittelbar die Berufswelt kennenlernen und auf diesem Weg eine passende Ausbildung finden", fasst Schulleiterin Gabriele Schmidt zusammen. Bereits zum zweiten Mal wird die Konzer Realschule plus mit dem Qualitätssiegel "Schule - Handwerk" von der Kreishandwerkerschaft ausgezeichnet.
Gabriele Schmidt gibt das Lob zurück: "Durch die Unterstützung der Kreishandwerkerschaft finden wir schnell Ansprechpartner in den Handwerksbetrieben, wenn wir zum Beispiel das Berufsfeld der Schreinerei im Unterricht behandeln", sagt die Schulleiterin.Extra

Marcel Recktenwald, 13 Jahre, Konz: "Ich habe schon immer gerne gezeichnet, deswegen möchte ich einen kreativen Beruf erlernen. Im Kunstunterricht wurde mein Berufswunsch verstärkt. Das Praktikum beim Friseur hat mir echt geholfen. Ich möchte gerne nach der Schule eine Ausbildung als Friseur beginnen." Christos Kontogiannis, 15 Jahre, Konz: "Bereits als kleiner Junge wollte ich KFZ-Mechatroniker werden. Der Unterricht in meinem Wahlpflichtfach Technik und Naturwissenschaft hat mir schon gute Vorkenntnisse für die Ausbildung gebracht. Auf das Praktikum in einer Werkstatt freue ich mich schon sehr." Loc Briesach, 14 Jahre, Konz: "Durch einen Test in der Schule habe ich meine Stärken und Schwächen herausgefunden. Zudem habe ich bei einer Berufsorientierungswoche in die Bereiche Informationstechnik, Bäckerei und Konditorei und Elektronik hereingeschaut. Das Bäckerhandwerk hat mir dabei am besten gefallen." Nico Jakobs, 14 Jahre, Konz: "Ich möchte gerne eine Ausbildung zum Autolackierer machen. Vorher habe ich mir bei einer Berufsorientierungswoche die Bereiche Maler und Lackierer, Metallbau und IT angeschaut. Dabei habe ich herausgefunden, dass der IT-Bereich nichts für mich ist. Das ist mir zu theoretisch." Oliver Möhrs, 15 Jahre, Konz: "Bei einem Test, den wir in der Schule gemacht haben, habe ich herausgefunden, dass ich gut zeichnen kann und außerdem auch eine gute Feinmotorik habe. Außerdem mag ich sehr das Arbeiten mit Holz. Für mich ist also Schreiner ein Traumberuf." jwa