Im Hochsprung ganz groß

Im Hochsprung ganz groß

Der Traum vom Zwei-Meter-Sprung lebt bei Joachim Bretz weiter. Erst recht, seit der junge Familienvater bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Sankt Wendel die Silbermedaille gewonnen hat.

Sankt Wendel/Bitburg. Ihr Sohn sei ein "kleiner Hochspringer", sagt Gaby Bretz. 1,79 Meter Körperlänge seien nicht viel für einen Höhenjäger, sagt die Leichtathletik-Trainerin vom Ski-Klub Prüm. Joachim Bretz kann dem jedoch auch etwas Gutes abgewinnen. "Manche sagen, Hochsprung fange erst an, wenn man seinen Körpergröße überspringe", sagt der 30-Jährige. Das schafft Joachim Bretz locker.

Zuletzt bei den Deutschen Altersklassen-Meisterschaften der Unter-50-Jährigen, Joachim Bretz' erster Deutscher Meisterschaft. Über 1,87 Meter schraubte sich der Maschinenbau-Ingenieur im saarländischen Sankt Wendel. Genauso hoch, wie Philipp Wegfahrt (Dortmund) und Markus Rehak (LAC Fürth/München). Der Nordrhein-Westfale bekam wegen der besseren Fehlversuchsbilanz den Titel zugesprochen. Bretz und Rehak teilten sich den zweiten Platz.

Ob er die Zwei-Meter-Traummarke noch einmal angreifen kann, möchte Joachim Bretz nicht voraussagen. "Aber 1,90er-Höhen peile ich auf jeden Fall an", sagt der mit Frau Désirée in Bitburg lebende, aber weiterhin für den Ski-Klub Prüm startende Sportler. Seine vergleichsweise geringe Körpergröße sah er immer auch als Chance: "Es motiviert unheimlich, wenn man mit den Größeren mithalten kann."