Immer mehr Firmen in der Region gehen pleite

Immer mehr Firmen in der Region gehen pleite

Eine Steigerung der Firmenpleiten in der Region Trier um rund 23 Prozent, in Luxemburg gar um 26 Prozent: In der Großregion zeichnet sich ein düsteres Bild der Unternehmensentwicklung ab. Mehr als 600 Arbeitsplätze sind durch Insolvenzen in Eifel, Mosel und Hunsrück weggefallen.

So haben nach Schätzungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in der Region Trier in den ersten sechs Monaten des Jahres 96 Firmen pleite gemacht. Das sind rund 23 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum (bundesweit plus 0,7 Prozent). Allein im Bereich der Stadt Trier haben sich die Zahlen gar verdoppelt. Damit sind im ersten Halbjahr 2012 auch mehr Arbeitsplätze durch Unternehmenspleiten weggefallen als noch 2011. Rechnet man die betroffenen Beschäftigten des Trierer Stahlwerks (TSW) noch hinzu - sie werden durch den Mutterkonzern am Amtsgericht Dortmund verwaltet -, sind mehr als 600 Menschen in der Region Trier infolge einer Firmenpleite arbeitslos geworden (2011 waren es 415). Besondere Gründe für die gestiegene Zahl an Insolvenzen konnte die Auskunftei nicht feststellen. "Es gibt keinen Konjunktureinbruch und keine strukturellen Besonderheiten", sagt Guido Joswig von Creditreform Trier. Es handele sich hier um eine "zufällige Erscheinung".

Etwas anders sieht es in Luxemburg aus. Auch dort nehmen zwar die Firmenpleiten von Jahr zu Jahr zu. Und auch im ersten Halbjahr 2012 ist die Zahl der Konkurse um 26 Prozent auf 571 gestiegen. Im Ländchen trifft es jedoch vor allem ältere Betriebe, die ihre Nachfolge nicht geregelt haben oder die sich während der Finanzkrise übernommen haben. Die Zahlen erlangten bislang "noch nicht erreichte Höhen", sagt Herbert Eberhard, geschäftsführender Direktor von Creditreform Luxemburg. Und die Dynamik halte weiter an. Eberhard rechnet daher mit einer Rekordzahl von mehr als 1000 Firmenpleiten bis zum Jahresende.

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