Indra Rios-Moore tritt mit neuem Album in Konz auf

Neue CD, Auftritt in Konz : Tolle Stimme aus den USA

Don’t Say Goodnight (It‘s Time For Love”, Titel 7), schmachtet Indra Rios-Moore mit warmer, voller Stimme, die den Hörer sofort für sie einnimmt. Die US-amerikanische Sängerin (*1980), die inzwischen in Barcelona lebt, hat diesen Song der „Isley Brothers“ aus dem Jahr 1980 neu interpretiert und für ihre aktuelle CD „Carry My Heart“ aufgenommen.

Die ist laut eigener Aussage der Farbigen aus New York entstanden, weil für sie die US-Wahlen im November 2016 „ein Schlag ins Gesicht“ waren, aber Leidensgenossen sie dazu aufforderten, ein  positiv gestimmtes Album mit weichen, melodiösen Songs zu veröffentlichen. Ein Titel der schwedischen Pop-Sängerin Robyn, „Be Mine“ (6), hat Rios-Moore letztlich bewogen, den aktuellen Silberling mit insgesamt elf Stücken als eine Art Gegenentwurf zur politischen und sozialen Realität der heutigen USA anzulegen. Den selbst geschriebenen Titelsong „Carry My Heart“ (1), wie ein Gebet angelegt, entwarf sie in Anbetracht der vielen Flüchtlinge, die vor Leid, Krieg und Armut  aus Afrika  nach Europa flüchteten. Neben diesem Stück stammt noch ein zweites auf der CD von Indra selbst:   „Give It  The Best“  (5), wie auch der Titelsong mit famosen Saxofonklängen. Des Weiteren bietet Rios-Moore gelungene Coverversionen von Titeln Duke Ellingtons, George Gershwins, Curtis Mayfields, Johnny Nashs („I Can See Clearly Now“, 3) sowie von „Steely Dan“ („Any Major Dude“, 4). Diese hervorragende Scheibe (Gesamtspielzeit: knapp 43 Minuten) gelingt Indra Rios-Moore allerdings nicht alleine, sie wird vielmehr tatkräftig unterstützt von ihrer Begleitband mit ihrem Ehemann und Saxofonisten Benjamin Traerup sowie Bassist Thomas ­Sejthen, Schlagzeuger Knuth Finsrud und Gitarrist Samuel Hallkvist. Jörg Lehn

Album: Indra Rios-Moore, Carry My Heart, Verve 2018.     Termin: Sonntag, 5. Mai, 19.30 Uhr, Konz, Firma Elatec.