JUGEND-FUSSBALL: Die Favoriten wohnen woanders

JUGEND-FUSSBALL: Die Favoriten wohnen woanders

TRIER. (wir) Der Fußballbezirk Trier ist mit vier Mannschaften in der Fußball-A-Junioren-Rheinlandliga vertreten. Und geht es nach dem Willen der Verantwortlichen, dann wird die Anzahl in der kommenden Saison zumindest nicht kleiner sein. Den Aufstieg hat keiner im Sinn, alle geben unisono das Ziel aus: Klassenerhalt.

Ein "alter Hase" im Geschäft ist Franz-Josef Blang, Trainer des Aufsteigers DJK St. Matthias, der seit 15 Jahren im Jugendfußball engagiert ist, und mit der aktuellen Mannschaft durch alle Altersstufen seit der Bambini-Zeit marschiert ist. Der 44-Jährige beklagt sich über die ungleichen Voraussetzungen gerade im Jugendbereich. "Wir haben in Mattheis nur diesen einen Platz, den wir uns noch mit der Spvgg. Trier teilen müssen. Allein wir haben drei Senioren- und zwölf Jugendmannschaften und damit mit Tarforst die größte Jugendabteilung." Eine Förderung, wie sie angebracht wäre, ist laut Blang nicht möglich: "Mehr als zweimal Training pro Woche ist nicht drin." Das schaffe ungleiche Voraussetzungen, "und deshalb ist alles andere als der Klassenerhalt eine unrealistische Vorgabe". Der FC Bitburg hat zwar bessere Trainingsbedingungen, Coach Jürgen Reuter bittet dreimal pro Woche zur Übungseinheit, "aber mehr als der Klassenerhalt ist auch für uns nicht drin". Ansonsten aber geht es Reuter nicht anders als seinen Kollegen. Die Anziehungskraft der Trierer Eintracht im Jugendbereich ins ungebrochen. St. Matthias hat Alvaro Zoder an die 05er abgegeben, die Bitburger Andreas Neuerburg. Auch der FSV Tarforst ist neu in der Liga. Trainer Raimund Schmitz kann auf ein eingespieltes Team zurückgreifen: "Wir haben nur sehr geringe Veränderungen im Kader", sagt Schmitz, der als schwersten Verlust den Wechsel von Thomas Kempny zu Eintracht Trier bezeichnet. Dreimal pro Woche trainieren auch die Tarforster, dennoch bleibt auch Schmitz, der sich auf keinen Meisterschaftsfavoriten festlegen will, in seiner Prognose vorsichtig. Auch er sieht im Klassenerhalt die Messlatte. Mit einem neuen Trainer geht der SV Konz in die Spielzeit. Ernst Kuschel legt eine schöpferische Pause ein, sein Nachfolger ist Peter Becker, der sich ein klein wenig weiter vorwagt als seine Kollegen. "Im besten Fall einen Mittelfeldplatz" hält Becker für möglich, der dem FSV Tarforst von der lokalen Konkurrenz am meisten zutraut. Sieben Spieler haben die Konzer aus der letztjährigen Mannschaft noch behalten. Soweit sich die Coaches aus dem Fenster lehnen und Favoriten nennen, haben sie ausschließlich die Westerwald-Teams im Fokus. Eisbachtal ist der heißeste Titelkandidat, auch Wirges trauen die Trainer viel zu. Am ersten Spieltag ist nur ein Duo aus der Region am Start. Der FC Bitburg empfängt die JSG Neuwied (Stadion Ost), die DJK St. Matthias trifft auf den FC Plaidt (beide Samstag, 17 Uhr).