Kammern entlasten Betriebe

Kammern entlasten Betriebe

TRIER. (red) Mehr Beitragsgerechtigkeit wollen die Handwerkskammer (HWK) und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier für so genannte "gemischte Betriebe" erreichen.

Künftig werden diese Betriebe auch beim Grundbeitrag nur noch pauschal von jeder Kammer mit dem halben Beitragssatz veranlagt. Rund 700 Unternehmen profitieren von diesem bundesweit bislang einmaligen Modell. Die Beitragsordnungen für Kammern sehen vor, dass Mitgliedsbetriebe zu einem Grundbeitrag und - bei wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit - einem Zusatzbeitrag, der sich am Gewerbeertrag orientiert, veranlagt werden. Diese Regelung gilt auch für die Unternehmen, die aufgrund gesetzlicher Regelungen sowohl Mitglied der Hwk als auch der IHK sind. Eine doppelte Mitgliedschaft besteht dann, wenn ein Unternehmen, wie zum Beispiel im KFZ-Gewerbe, sowohl handwerkliche Leistungen in der Werkstatt anbietet, als auch Handel betreibt. Der so genannte "Zusatzbeitrag" wurde bisher bereits, entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung der Unternehmensanteile, zwischen den Kammern aufgeteilt wurde, sodass im Ergebnis für "gemischte" Betriebe keine Doppelbelastung entstand. Dagegen sehen die Beitragssatzungen der bundesdeutschen Kammern eine Aufteilung des Grundbeitrages bislang nicht vor. Ungeachtet dieser Praxis, haben sich die Trierer Wirtschaftskammern auf das bundesweit einmalige Beitragsmodell verständigt, auch beim Grundbeitrag eine Halbierung vorzunehmen und die Mitgliedsbetriebe damit finanziell zu entlasten. /-agn