KARATE: Fit für die Straße

KARATE: Fit für die Straße

DAUN. (red) Rund 80 interessierte Karatekas aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz und dem südlichen Nordrhein-Westfalen reisten auf Einladung des Karate-Dojo Vulkaneifel in die Vulkaneifel. Dort ließen sie sich Einblicke in traditionelle Inhalte und die Urfunktionen des Karate – die Selbstverteidigung – vermitteln.

Es war der zweite Breitensportlehrgang, den RKV-Beitensportreferent Bernd Otterstätter (5. Dan) im laufenden Jahr anbot. Die Unterstufe begann um 10 Uhr. Nach der Begrüßung durch den Vereinsleiter Volker Bernardy startete Otterstätter mit Spielen zum Aufwärmen. Der Lehrgang stand unter dem Thema der Selbstverteidigung mit Karate-Techniken. Die Unterstufe, meist bis Grün-Gurt graduierte Sportler, lernte, sich mit einem Gegner oder Partner zu bewegen, bevor es dann in der zweiten Einheit "ans Eingemachte" ging: Den Schwerpunkt in dieser Gruppe legte Otterstätter auf die verschiedenen Kumite-Formen (Zweikampf). Er vermittelte die jeweiligen Unterschiede. Die Oberstufe (Braun- und Schwarzgurte) kam gleich "zur Sache": Dojo-Kumite. Dabei wurden Kampfsituationen geübt, die dem Ernstfall auf der "Straße" am nächsten kommen, meist basierend auf den Kata Tekki und Kanku oder Kushanku (Urform), wobei Otterstätter auf die ursprünglichen Formen, die Intentionen der Kata und auf deren Geschichte verwies. Ursprünglich, so Otterstätter, wurden die Elemente und Techniken der Kata vor allem zur Selbstverteidigung entwickelt. Wieder mit Aufwärmspielen wie Sumo-Ringen beginnend, fand Otterstätter schnell den Übergang zum "Bunkai Jutsu" - die Möglichkeiten realistischer Kata-Anwendungen. Lustig begann dann die letzte Einheit der Oberstufe: Die Partner durften versuchen, sich mit allen Mitteln aus dem Gleichgewicht zu bringen.