Die Wieweler Karnevalsgesellschaft lädt ein in den „Zirkus Zalawen“ zu einem Programm aus Wortwitz, Musik und Tanz.

Fastnacht : Manege frei für die Wieweler

Die Karnevalsgesellschaft lädt ein in den „Zirkus Zalawen“ zu einem Programm aus Wortwitz, Musik und Tanz. Treten Sie näher und staunen Sie!

Zirkus Zalawen spannt seine Zelte auf und sucht talentierte Künstler und Artisten zum Mitreisen. Dompteure, Clowns, Artisten und Zauberkünstler werden in die Manege gebeten. Nur wer mit scharfer Zunge und waghalsigen Kunststücken überzeugt, kann Teil der Wieweler Zirkusfamilie werden. So versucht auch das hässliche Entlein (Sonja Kappel) sein Glück als Artistin und wird beim Ententanz von seinen gelbgefiederten Artgenossen höhnisch verspottet. „Heimatlos und arbeitssuchend“, lautet die Schildaufschrift des grauen Vogels, der davon träumt, seinen Platz im Wieweler Zirkus zu finden. Doch Träume sind bekanntlich Schäume, und so muss das Entlein erkennen, dass ein trauriges graues Federkleid ebenso wenig in eine Zirkusmanege gehört wie der Weihnachtsmann (Johannes Mayer) und sein treues Rentier (Antje Gieche). Das Gespann verirrt sich kurz darauf unter feierlichem „Feliz navidad“ auf die Bühne und muss feststellen: „Das ist ja gar keine Weihnachtsfeier. Wir sind falsch.“ Flugs wird improvisiert, der Weihnachtsmann kramt seinen Zauberstab heraus und – vergisst, den Stab einzuschalten. So misslingt sein erster Versuch, seinen purpurroten Mantel in das Kostüm eines Zauberers zu verwandeln. Doch die „Zaubershow auf Weltniveau“ muss weitergehen. Mit der Windows-Startmelodie ist der Zauberstab endlich hochgefahren und funktionstüchtig; einige sphärische Klänge später hat sich der Weihnachtsmann in einen Zauberkünstler verwandelt. Dumm nur, dass dieser seinen Zauberstab gar nicht bedienen kann und der Stab das arme Rentier mehr oder weniger willkürlich nacheinander in einen uniformierten „Bullen“, ein lispelndes Kaninchen, Zungenbrecher-Rhabarber-Barbara und Donald Trump verzaubert, der den Zirkus mit einem „trumpel, trumpel, fidibus“ „great again“ machen möchte.

Als Sitzungspräsident Jürgen Jakobs mit popcornbeklebter Riesen-Brille schließlich sein Leid als Zirkus-Kalfakter klagt, gibt’s fürs Publikum kaum noch Erholung vom Lachen. Spätestens jetzt hat die Wieweler Karnevalsgesellschaft, mit vollem Namen „M‘r wieweln noch“ en Zalawen 1911 e.V., die Herzen ihrer „Zirkusbesucher“ erobert. Hochkarätige Show- und Garde-Tanzeinlagen, Livemusik und stimmungsvolle Schunkelrunden mit dem Duo Sound Set und den Zalawener Duckentchen lassen das fünfstündige Programm in der Orangerie des Nells Park Hotels wie im Flug vergehen. Die sieben jüngsten Akteure der Minigarde sind dabei gerade mal zwischen vier und sechs Jahren alt, marschieren mit der Clown-Parade jedoch souverän durch die Manege und schlagen eine nach der anderen gekonnt Purzelbäume durch Hula-Hoop-Reifen.

Im Finale geben die „prima Schweinerinas“ des Elferrats und der Showgruppe schließlich im rosa Tutu mit Ringelschwänzchen ihre persönliche Schwanensee-Interpretation zum Besten, deren selbstironische Trampel-Choreographie immer wieder von triumphierendem Grunzen untermalt wird. Mit minder eleganten Sprüngen und Pirouetten umtanzen sie den „Schweinensee“. Zum krönenden Abschluss tritt zwischen all den rosa Steckdosennasen dann doch noch der echte Schwan auf. Es ist das (nun nicht mehr) verzweifelte Entlein, das seinen Platz in der Wieweler Zirkusfamilie endlich gefunden und sich zum grazilen Zirkusschwan gewandelt hat.

Weitere Akteure: Stadtprinzenpaar Pierrot I. von LuxairTours und Marie-Claire I. vom Kylltal-Reisebüro mit Hofstaat, „Der Dompteur“ (Constantin Albert), „Dummer August“ (Josef Müller), „Frau aus der Tingel-Tangel-Schau“ (Gisela Bitdinger, Claude Weber), „Die fliegend’ Gaortenmoog von Zalawen“ (Hans-Karl Meunier), Wieweler Garde, Wieweler ExGarde, „Clever Elefant und dummes Kamel“ (Josef Arweiler, Oliver Hoffmann)
Weitere Sitzungen: 16., 22. und 23. Februar, 2. März (19.11 Uhr), 9. März (20.11 Uhr, Wasserbillig)