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Karneval
Kein Eiswein, aber viel Herzenswärme: Olewiger Winzer Peter Terges erhält den 56. „Orden gegen den trierischen Ernst“

 Der Wieweler-Präsident Hans-Karl Meunier beglückwünscht den sichtlich gerührten Preisträger Peter Terges.
Der Wieweler-Präsident Hans-Karl Meunier beglückwünscht den sichtlich gerührten Preisträger Peter Terges. FOTO: TV / Clemens Sarholz
Trier. Der Olewiger Winzer Peter Terges erhält den 56. „Orden gegen den trierischen Ernst“. Rund 300 Gäste beglückwünschten ihn in der Nells Orangerie – ein Besucherrekord.

„Den Krebsen sagt man nach, sie seien emotional und wechselhaft. Mehr der Gefühls-, weniger der Denktypus. Mit rationalen Argumenten nur schwer zu erreichen“, sagt Marcus Reuter scherzhaft über den 2019er-Preisträger des „Ordens gegen den trierischen Ernst“: Peter Terges, Sternzeichen Krebs. Reuter ist Preisträger des vergangenen Jahres und hält die Laudatio für seinen Nachfolger. Der „Eiswein-Pitt“, so nennt ihn Hans-Karl Meunier, stemme Jahr für Jahr das Olewiger Weinfest. „En Trierer Original, der gehört zum Stadtbild einfach dazu.“ Und dafür bekomme er die Auszeichnung. Meunier ist Präsident der Karnevalsgesllschaft „M´r wieweln noch en Zalawen“. Wie um seine Worte zu unterstreichen, erklingt „Echte Fründe ston zesamme,...“ aus der Anlage. Hochdekoriertes Schunkeln durchzieht den Saal. Überall klappern die Orden gegeneinander. „So voll wie dieses Jahr war es bisher noch nie“, raunt Hiltrud Metzel von der Seite. Ein Besucherrekord für die Veranstaltung. Alle 200 Sitzplätze sind besetzt, und viele weitere Menschen stehen, um Terges’ Worten zu lauschen. „Dieses Jahr wird es keinen Eiswein geben.“ Ein bedauerndes „Ooooh“ geht durch den Saal. Aber es gebe ohnehin Wichtigeres. „Wer auf dem Karnevalswagen steht, der soll bitte nicht saufen.“ Das würde Kindern nicht als Beispiel dienen. „Dann hat auch die Polizei weniger Sorge. Karneval kann nur funktionieren, wenn alle zusammenhalten.“

Terges weiß genau, wie viel helfende Hände zum Gelingen einer guten Veranstaltung nötig sind – bei einem Weinfest genauso wie im Karneval. Zum Dank wird Terges im Sommer eine Weinprobe aufs Haus geben. Eingeladen sind dann alle, die den Abend im Hintergrund durch ihre Arbeit ermöglicht haben. Dabei denkt er an die Servicekräfte und die Tänzer, die über die Bühne wirbeln und in ihren Darbietungen das Motto des Abends – „Zirkus“ – erkennbar machen.  Oder an die Musiker, Günther Ewen und Heinz Coen, die Soundtechniker und viele andere. „Ich hab mich wahnsinnig über die Auszeichnung gefreut“, sagt Terges. „Die trage ich im Herzen.“

Der Titel „Künstler des Jahres“ geht dieses Jahr an „die Haus- und Hofmusikanten der Stefan-Andres-Gesellschaft“, wie Horst Lachmund sie nennt: das Duo Uno. Aus den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen generiert sich der Name: Uschi Boes und Norbert Olk. Über die Stefan-Andres-Gesellschaft wurde Präsident Meunier erst auf das Duo aufmerksam. Und so habe er sie für die Auszeichnung vorgeschlagen, erzählt er im Gespräch mit dem TV.

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