Kindertagesstätten kämpfen um Fachpersonal

Kindertagesstätten kämpfen um Fachpersonal

Weil die Nachfrage nach Kita-Plätzen steigt, werden dringend neue Erzieher gebraucht. Doch die berufsbildenden Schulen in der Region haben Probleme, alle potentiellen Nachwuchskräfte aufzunehmen.

(slg) Heute arbeiten rund 21.000 Erzieher in den rund 2500 rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten. Diese werden von knapp 140.000 Kindern besucht. Die geringe Personaldecke, die heute schon in vielen Einrichtungen zu Engpässen führt, könnte in Zukunft ein noch größeres Problem werden.

In einer vom Bildungsministerium des Landes in Auftrag gegebene Studie schreibt Stefan Sell, Sozialwissenschaftler an der Fachhochschule Koblenz, dass unter Umständen im Jahr 2020 bis zu 19.000 Erzieherinnen fehlen.

Der befürchtete Mangel tritt dann ein, wenn der Bedarf an Kita-Plätzen weiter steigt und nicht schnell genug mehr Erzieher ausgebildet werden. Dass der Bedarf steigen wird, davon ist die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft überzeugt. „Wir haben in unserem Land auch aufgrund der Beitragsfreiheit eine große Nachfrage nach Kita-Plätzen“, sagt Bernd Huster, GEW-Sprecher Rheinland-Pfalz. Das bestätigt auch Gabriele Flach vom Gemeinde- und Städtebund in Rheinland-Pfalz: „In den Städten des Landes erreichen wir einen Bedarf an Kita-Plätzen für bis zu 80 Prozent aller kleinen Kinder.“