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Koalition ist nicht mehr nötig

KELBERG. Ende einer kommunalpolitischen Verbindung: Die CDU war über zwei Legislaturperioden in einer Koalition mit der FWG verbunden, beendet diese aber nun, da sie seit Sonntag mit 13 Sitzen eine eigene Mehrheit im Rat der Verbandsgemeinde Kelberg hat. Von unserem Redakteur <br>STEPHAN SARTORIS

"Sehr zufrieden" mit dem Ergebnis der Wahl des Verbandsgemeinderats ist Heinrich Braun, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Kelberg, denn seine Partei ist in der neuen Legislaturperiode nicht mehr auf einen Koalitionspartner angewiesen. Die Christdemokraten werden im neuen Kommunalparlament 13 von 24 Sitzen haben und verbessern sich von 47,8 auf 51,8 Prozent. Für Braun ist der Schlüssel des Erfolgs, dass "wir in den vergangenen Jahren stets eine verlässliche Politik gemacht und die Bürger nicht übermäßig belastet haben". Der frühere Leiter der Verbandsgemeinde-Werke verweist darauf, dass Beiträge und Gebühren über lange Zeit konstant geblieben seien. Darüber hinaus verkennt der Gemeindeverbands-Vorsitzende allerdings auch nicht, dass auch der "Genosse Trend uns etwas entgegen gekommen ist".Zufriedener Spitzenkandidat

Und noch ein zufriedener Spitzenkandidat: Die erstmals unter dem Namen "Unabhängige Wählergemeinschaft Hochkelberg" (ehemalige Wählergruppe Molitor) angetretene Gruppierung kam auf drei Mandate. "Damit bin ich sehr zufrieden. Wir hätten uns gewünscht, einen Sitz mehr zu bekommen, aber das Ergebnis ist okay", erklärt Listenführer Heinz Koch. Dass die CDU künftig mit absoluter Mehrheit regieren kann, hält Koch für "nicht so problematisch". Die Zusammenarbeit vor allem in den Ausschüssen habe funktioniert. Zudem stehe für die Wählergemeinschaft auch künftig die Sachpolitik im Vordergrund, und kein parteipolitischer Zank. Die FWG hat etwas zugelegt (von 10,3 auf 11,3 Prozent), bleibt aber bei drei Sitzen. Einen Sitz verloren haben die Sozialdemokraten um den Ortsvereinsvorsitzenden Wilfried Jax: Vor fünf Jahren holten sie vier Sitze, im neuen Rat sind es nur noch drei. Ein weiterer Verlierer: Die "Liste Jax" von Franz-Josef Jax (Uersfeld). Nur der Namensgeber der Liste wird im neuen Rat vertreten sein, in der abgelaufenen Legislaturperiode hatte die Wählergruppe noch zwei Mandate. Die Wahlbeteiligung in der VG Kelberg lag am Sonntag deutlich niedriger als vor fünf Jahren: Nur noch 69,3 Prozent (1999: 78,5 Prozent). Die Mitglieder des Verbandsgemeinderats Kelberg: CDU: Heinrich Braun, Anneliese Kaiser, Werner Blum, Thomas Brost, Peter Burggraaff, Maria Schmachtenberg, Werner Rätz, Franz-Josef Simon, Josef Heimer, Maria Heintz, Johannes Hagerhoff, Markus Klasen; SPD: Wilfried Jax, Reinhold Müller, Martin Michels; GRÜNE: Ralf Wagner-Nowak; FWG: Helmut Schmitz, Erich Mohrs, Monika Meyer; UNABHÄNGIGE WÄHLERGEMEINSCHAFT HOCHKELBERG: Heinz Koch, Hermann Molitor, Walter Eich; FREIE WÄHLERGRUPPE JAX: Franz-Josef Jax.