Kochen mit Liebe - Genießen mit Freude

Kochen mit Liebe - Genießen mit Freude

Zu Besuch bei der luxemburgischen Sterneköchin Léa Linster. Vom Jurastudium zur preisgekrönten Köchin mit Fernsehauftritten.

Sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und in ihrem Leben viel erreicht: Die Sterneköchin Léa Linster ist in Deutschland ebenso bekannt und beliebt wie in ihrem Heimatland Luxemburg.

Im Gespräch wirkt sie sofort irgendwie vertraut, das kommt sicher durch ihre zahlreichen Fernsehauftritte. Sie ist beispielsweise regelmäßiger Gast in den ZDF-Sendungen "Lanz kocht", der "Küchenschlacht" und dem ZDF-Fernsehgarten, hat mehrere Kochbücher verfasst und ist seit 2001 Kolumnistin der Zeitschrift "Brigitte".
Sie hat einen Michelin-Stern und 1989 als erste und bislang einzige Frau die für Köche höchste Auszeichnung den Bocuse d'Or, erhalten. Welcher Gipfel lässt sich als Köchin noch erklimmen? Léa Linster braucht sich nichts mehr zu beweisen und kann sich auf das konzentrieren, was ihr wirklich wichtig ist: die besten, frischen Produkte gekonnt zubereiten, einfach und genial und immer auf höchstem Niveau.

"Ich brauche keine komplizierten Zutaten für eine gute Mahlzeit." Wesentlich ist ebenso, dass alles "avec amour", mit Liebe, zubereitet wird. "Meine Gäste schmecken heraus, ob etwas mit Liebe gekocht wurde oder nicht."

Bevor sie vor mehr als 25 Jahren ihren Weg als Köchin eingeschlagen hat, studierte sie zwei Jahre lang Jura in Frankreich. Durch den plötzlichen Tod des geliebten Vaters, der in Frisange ein sehr gut gehendes Gasthaus mit Tankstelle, Kegelbahn und Tabakgeschäft betrieb, tauschte sie Gesetzestexte gegen Kochrezepte und folgte ihrer Berufung: "In meinem Herzen wusste ich schon immer, dass ich mal Köchin werden würde."
Als Frau in einer Männer-Branche hat man es allerdings nicht leicht. "Das ist ein Beruf mit viel Konkurrenz. Der Wettkampf ist hart." Dabei habe sie viel für das Leben gelernt. "Ich habe erfahren, dass man sich nicht nur alleine in eine neue Sache stürzen muss, sondern auch den Weg hinaus alleine meistern muss." Ihr Motto: nicht unterkriegen lassen.

"Ich bin Köchin geworden wegen des guten Essens, und ich werde Köchin bleiben wegen des guten Essens." Sie sei glücklich, wenn sie Menschen bekochen kann. Manchmal würde sie am liebsten 24 Stunden in der Küche stehen. "Meine Arbeit ist schon fast eine Obsession."
"Gutes Essen ist wie Musik, man kann es genießen ohne perfekt sein zu müssen."