Korken zu Buchstaben

TRIER. (red) "Leporello – EigenArt in der Konstantin-Basilika": Unter diesem Titel wird am Sonntag, 10. Juli, nach dem Gottesdienst um 10 Uhr eine Ausstellung mit Werken von Hans Borkam eröffnet.

Im Zentrum stehen kalligrafische Darstellungen: Drahtinstallationen auf großen Rahmen. Erst bei näherer Betrachtung wird sichtbar, dass es sich um Fantasiebuchstaben handelt. Hans Borkam verwendet am liebsten achtlos weggeworfene Sektverschlüsse. Der maschinell seriengleich gefertigte Verschluss erhalte erst als Abfall seine individuelle Form. "Die Aussage entsteht erst durch die Anordnung", sagt Borkam. Inmitten des Chaos' der Fantasiebuchstaben wird die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den achtlos weggeworfenen Müll gerichtet. Ebenfalls als Drahtinstallation - lesbare Texte: Worte aus der Bibel, Texte aus dem Konzentrationslager Theresienstadt. Seit 1957 ist der gebürtige "und bekennende" Masure Borkam in Trier tätig, als frei schaffender Künstler und als Dozent für Kommunikationsdesign. Hans Borkam war der Erste, der eine Ausstellung in der Basilika zeigte. Anfang der 90er-Jahre setzte er sich künstlerisch mit der Bergpredigt auseinander. Später folgten "Drahtarbeiten". Mittlerweile hat es die Tradition, die Konstantin-Basilika auch für Ausstellungen zu nutzen. Themenorientierte wie künstlerische Arbeiten wechseln sich dabei ab. Die Ausstellung ist bis zum 28. August montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr zu sehen.

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