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Corona Newsletter

Service : Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus (Teil 16)

In seinem kostenfreien Newsletter fasst Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth täglich die wichtigsten Nachrichten des Tages zum Thema Corona zusammen. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Als ich vor kurzem mit Vertretern der beiden Krankenhäuser in Trier gesprochen habe, ist mir eine Sorge der Ärzte im Gedächtnis geblieben. Die, dass Menschen nicht mehr oder zu spät ins Klinikum kommen, weil sie Angst haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren. Und natürlich kann dies passieren – absolute Sicherheit gibt es nie. Aber an vielen anderen Orten ist diese Gefahr viel höher als in unseren Kliniken, in denen Patienten mit Verdacht auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 sofort isoliert werden.

Und wer bei schweren Erkrankungen zu lange wartet, muss oft mit erheblichen Spätkomplikationen rechnen. Der Chefarzt für Kardiologie, Dr. Nikos Werner, hat solche Fälle etwa in der vergangenen Woche bereits im Brüderkrankenhaus registriert. „Weltweit ist die Zahl der erfassten Herzerkrankungen deutlich zurückgegangen. Das trifft auch für die Region Trier zu. Dabei müsste nach der Grippewelle eigentlich das Gegenteil der Fall sein. Wir haben eher mit mehr Patienten gerechnet.“

Hören Sie auf die Ärzte: Wählen Sie im dringenden Notfall die 112 – und rufen Sie bei leichteren Problemen bei ihrem Hausarzt oder dem Bereitschaftsdienst durch. Oder haben Sie Angst, sich mit der neuen Art des Coronavirus infiziert zu haben? Dann können Sie in unserem frei zugänglichen Servicestück lesen, wohin Sie sich in der ganzen Region wenden können, falls Sie sich angesteckt haben könnten. Für unsere Online-Abonnenten hat mein Kollege Rainer Neubert die Situation in den Kliniken hier noch einmal genauer in den Blick genommen.

Noch ein kurzer Blick in die Arztpraxen. Hier gibt es derzeit Erleichterungen – Patienten müssen in vielen Fällen nicht vorbeikommen, um ihre Karte vorzuzeigen. Die Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte sei für Folgerezepte, Überweisungen und Folgeverordnungen während der Corona-Pandemie nicht notwendig, erklärte uns Rainer Saurwein, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz. Man könne ohne Besuch in der Praxis telefonisch zu Beginn des neuen Quartals ein neues Rezept bestellen. Das gelte aber nur, wenn der Patient in den zurückliegenden sechs Quartalen, also vom 1. Oktober 2018 bis 31. März 2020, mindestens einmal in der Praxis gewesen sei. Im Zweifelsfall gilt hier: Rufen Sie einfach kurz bei ihrem Arzt an – auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind auf diesem Weg zurzeit erhältlich, allerdings nur bei leichten Erkrankungen. Weitere Details dazu gibt es für Online-Abonnenten hier.

Heute sind zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 bekannt geworden. Eine 89-Jährige aus dem Eifelkreis starb Im Klinikum in Prüm ebenso wie ein 79-Jähriger aus dem Kreis Trier-Saarburg im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus in Trier. Damit gab es mittlerweile sieben Tote in Zusammenhang mit der Erkrankung in unserer Region, sechs Menschen. die hier lebten, und ein Franzose.

Weitere aktuelle Zahlen aus der Region, Stand heute Abend: In Trier sind 81 Infektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet worden, 28 der Bürger gelten als genesen und nicht mehr infiziert. Im Kreis Trier-Saarburg sind es 121 Fälle (davon 43 genesen, drei Tote), im Eifelkreis Bitburg-Prüm 128 (davon 38 genesen, zwei Tote), im Kreis Bernkastel-Wittlich 94 (davon 44 genesen), in der Vulkaneifel 86 Fälle (davon 31 genesen, ein Toter).

Insgesamt gab es in der Region Trier bisher 510 nachgewiesene Infizierungen. Davon abzuziehen sind mindestens 184 Fälle, bei denen eine Genesung bekannt ist, und sechs Tote. Damit bleiben 320 Infizierte übrig, 24 mehr als gestern. Allerdings ist dabei eines zu bedenken: Das Gesundheitsamt hatte für Trier und Trier-Saarburg versehentlich zu hohe Zahlen bei den Genesenen gemeldet. Wundern Sie sich also nicht, wenn diese Zahl nun überraschend niedriger ist – hier sind heute Korrekturen vorgenommen worden.

Im Saarland gab es bis heute Abend 1663 gemeldete positive Virus-Nachweise, in Luxemburg 2970.

Abi-Feiern wird es in diesem Jahr keine in der üblichen Form geben. Die erfolgreichen Absolventen können dennoch stolz sein – und sie zeigen dies auch. Etwa, in dem sie Fotos von sich in ihrem Abiball-Outfit zeigen. Inspiriert von dieser Idee laden wir Abiturienten in der Region ein, ihre Abiball-Outfit-Fotos zu schicken. Die ersten Abiturienten aus Trier, Saarburg, Bitburg und Wittlich sind dem Aufruf bereits gefolgt.

Und dies ist der Aufruf an die jungen Frauen und Männer: Wenn du dein Abiball-Outfit-Foto mit uns teilen möchtest, dann sende uns dein Bild per E-Mail an: echo@volksfreund.de. Bitte gib Namen, Wohnort und Schule auch in der Betreffzeile der E-Mail an. Teilnehmer an der Aktion müssen volljährig sein und stimmen mit der Einsendung ihres Fotos einer Veröffentlichung in der Zeitung und auf volksfreund.de zu. Online sind alle Fotos unter volksfreund.de/fotos zu sehen. Eine Auswahl wird auch im gedruckten Trierischen Volksfreund veröffentlicht.

Wir freuen uns schon jetzt auf tolle Fotos. Genauso wie wir uns gerade in dieser herausfordernden Zeit über viele tolle Aktionen in unserer Region freuen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Dossier unter volksfreund.de/Mutmacher. Bleiben Sie gesund oder werden Sie es schnell wieder! Falls Sie erst heute dazu kommen: Die ersten Teile des Coronavirus-Newsletters gibt es auf volksfreund.de zum Nachlesen. Anmeldungen zum Mail-Newsletter sind hier möglich.

Herzlichst, Ihr Thomas Roth

Haben Sie Anregungen, Kritik, Wünsche? Dann melden Sie sich gerne bei mir unter t.roth@volksfreund.de