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Corona Newsletter

Service : Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus

In seinem kostenfreien Newsletter fasst Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth täglich die wichtigsten Nachrichten des Tages zum Thema Corona zusammen. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Es gibt es ein sicheres Zeichen dafür, dass derzeit niemand mit einer schweren Welle neuer Infektionen mit SARS-CoV-2 rechnet: Wir haben uns umgehört bei den Kliniken der Region. Diese wollen ab Mai wieder in einen Fast-Normalbetrieb übergehen. Viele Krankenhäuser sind derzeit nur zur Hälfte belegt. Nun soll schrittweise wieder eine Öffnung erfolgen. Das ist gut für Patienten, bei denen etwa Operationen verschoben worden sind, und gut für uns alle, da es die positive Entwicklung zeigt. Und natürlich werden weiter Betten für Covid-19-Patienten frei gehalten. Mehr über diese und weitere Nachrichten zum Kampf gegen das Coronavirus können Sie immer in unserem Live-Blog lesen. Ein Stück mit Stimmen aus den Kliniken und weiteren Details finden Sie als Online-Abonnent hier.

Den erfreulichen Trend zeigen ebenso die neuesten Zahlen vor Ort. Heute ist erneut nur eine neue Infektion mit Sars-CoV-2 in der ganzen Region Trier gemeldet worden ist. Derzeit sind damit bei uns nun 113 Infizierte gemeldet, 15 weniger als gestern.

Die Details: In Trier sind 95 Infektionen mit SARS-CoV-2 bekannt geworden, ein Patient ist gestorben, 87 der Bürger gelten als genesen und damit nicht mehr infiziert. Im Kreis Trier-Saarburg sind es 174 Fälle (davon 134 genesen, fünf Tote), im Kreis Bernkastel-Wittlich 127 (davon 104 genesen, zwei Tote), im Eifelkreis Bitburg-Prüm 169 (davon 133 genesen, drei Tote), in der Vulkaneifel 109 Fälle (davon 88 genesen, vier Tote). Insgesamt gibt es in der Region Trier bisher 674 nachgewiesene Infizierungen. Davon abzuziehen sind mindestens 546 Fälle, bei denen eine Genesung bekannt ist, und 15 Tote. Damit bleiben die 113 derzeit Infizierten übrig.

Die Zahlen über unsere Region hinaus: Im Saarland gab es bis heute Abend 2526 gemeldete positive Virus-Nachweise (davon 1606 Genesene und 126 Todesfälle, damit bleiben 794 derzeit Infizierte), in Luxemburg sind es 3741 (davon 3121 Genesene und 89 Todesfälle, damit bleiben 531 derzeit Infizierte).

Die gute Entwicklung zeigt sich in unserer Region, aber ebenso im Saarland. Dort hat Ministerpräsident Tobias Hans verkündet, dass die geltenden Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden. Wer das Haus verlässt, soll keinen „triftigen Grund“ mehr nachweisen müssen. Museen, Zoos und einzelne Sportstätten sollen wieder öffnen dürfen, ebenso Friseure. Auch Gottesdienste könnten „wieder möglich“ sein. Damit nähern sich unsere Nachbarn den Regeln in Rheinland-Pfalz.

Auch bei uns sollen gemeinsame Kirchenbesuche wieder ermöglicht werden, voraussichtlich schon ab dem Wochenende. Auch Gottesdienste anlässlich von Beerdigungen sind nach einer Mitteilung des Bistums wieder möglich, wenn eine Bund-Länder-Konferenz am Donnerstag ein entsprechendes Schutzkonzept absegne. Dieses sieht unter anderem vor, dass pro Person mindestens zehn Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen müssen und die Abstandsregelungen einzuhalten sind. Kirchen ohne Seitengänge scheiden aus Platzgründen aus, Gläubige müssen sich für die Gottesdienste im Vorfeld anmelden und eine Maske tragen. Mit Blick auf die Verbreitung des Virus bei Großveranstaltungen ist es aus meiner Sicht wichtig, hier ebenfalls strikt auf die Regeln zu achten. Denn dies bestreiten auch die Kirchen nicht: Gerade bei Gottesdiensten sind die Besucher zu einem größeren Teil ältere Menschen. Und es ist nun einmal so, dass bei diesen die Verläufe nach Infektionen oft kompliziertere sind. Daher ist es absolut nachvollziehbar, dass es derzeit Gottesdienste zu Taufen, Hochzeiten sowie Erstkommunionen und Firmungen wegen der Gefahr größerer Menschenansammlungen vorerst weiter nicht geben soll – so bedauerlich das für die Betroffenen ist. Einen ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie hier.

Ich gebe zu, in meinem aktuellen Leitartikel sind sehr viele Zahlen enthalten. Allerdings ist dies kaum zu vermeiden gewesen: Der Streit um Lockerungen beim Kampf gegen das Coronavirus ist eben immer auch ein Streit um Zahlen. Etwa um den umstrittenen Reproduktionswert R, den Kanzlerin Angela Merkel vor kurzem zur wichtigsten Kenngröße beim Kampf gegen das Coronavirus erklärt hat. Das Robert-Koch-Institut hat mit Blick auf R nun wieder einmal für Verwirrung gesorgt. Am Montagabend sorgte es bei manchem für Panik , weil es einen auf 1 gestiegenen Wert meldete. Das ließ das RKI heute auch seinen Präsidenten verkünden. Nur um einige Stunden später einen neuen Lagebericht zu erstellen, in dem der Wert wieder auf 0,9 sank. Und ganz ehrlich: Beim Blick auf die Zahlen war es absehbar, dass der Wert wieder sinken wird. Ebenso wie es zur Ehrlichkeit gehört, dass R bei Berechnungen anderer Forscher bereits niedriger liegt. Und um es zu betonen: Hierbei handelt es sich keineswegs um Wirtschaftslobbyisten. Mehr zu den Zahlen und die Forderung nach einer neuen Art der Kommunikation mit allen Bürgerinnen und Bürgern finden Sie hier.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Dienstagabend und hoffe, Sie sind gut in die Woche gestartet. Bleiben Sie gesund oder werden Sie es schnell wieder! Falls Sie erst heute dazu kommen: Die ersten Teile des Coronavirus-Newsletters gibt es auf volksfreund.de zum Nachlesen. Falls Sie den Newsletter weiter empfehlen wollen: Anmeldungen sind hier möglich.

Herzlichst , Ihr Thomas Roth

Haben Sie Anregungen, Kritik, Wünsche? Dann melden Sie sich gerne bei mir unter t.roth@volksfreund.de