Lieblingsgegner? Gibt es nicht!

Lieblingsgegner? Gibt es nicht!

Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern bangt vor den beiden Relegationsspielen gegen den Drittletzten der Fußball-Bundesliga am Donnerstag, 23., und Montag, 27. Mai (jeweils 20.30 Uhr), weiter um Kapitän Albert Bunjaku.

Kaiserslautern. Albert Bunjaku, der 29-jährige Schweizer, der bereits beim entscheidenden 3:1-Erfolg des Zweitliga-Dritten in Regensburg am vergangenen Sonntag verletzungsbedingt aussetzen musste, wird den Pfälzern auch im letzten Saisonspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den FC St. Pauli fehlen.
"Albert laboriert momentan an einer Seitenstrang-Angina und nimmt derzeit Antibiotika. Er hat Trainingsverbot", erklärte Kaiserslauterns Trainer Franco Foda am Freitag. Das Gleiche gilt auch für den spanischen Innenverteidiger Marc Torrejon, der gegen St. Pauli ebenfalls krankheitsbedingt ausfällt. Dagegen wird Abwehrspieler Mathias Abel, dessen zum Saisonende auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert wird, zum Finale auf jeden Fall noch einmal auflaufen. "Das habe ich ihm versprochen, und daran halte ich mich auch", bestätigte Foda.Trainer schaut Erstligisten zu


Der Lauterer Coach wird sich am Samstag in Hannover beim Bundesligaspiel der 96er gegen Fortuna Düsseldorf einen der möglichen Gegner des FCK in den beiden Relegationsspielen ansehen. "Hoffenheim und Augsburg habe ich bereits live gesehen, am Samstag werde ich jetzt auch die Fortuna in Augenschein nehmen", sagte Foda, der keinen der drei möglichen Gegner favorisiert. "Egal wer kommt. Wenn man aufsteigen will, dann muss man gegen jeden Gegner gewinnen."
Für FCK-Verteidiger Chris Löwe, der im Winter vom noch amtierenden Deutschen Meister und Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund in die Pfalz kam, kommt es am Sonntag gegen die Hamburger darauf an, "ein ansprechendes Spiel zu bestreiten und möglichst zu gewinnen, um mit einem möglichst guten Gefühl in die beiden Relegationspiele zu gehen." Einen sogenannten Lieblingsgegner hat er nicht: "Ich glaube nicht, dass Hoffenheim es noch packen wird. Aber Düsseldorf und Augsburg haben beide eine sehr hohe Qualität, da kann man von keinem Lieblingsgegner sprechen. Wenn wir unsere Nerven im Griff behalten, dann ist aber alles möglich."
Ob Foda FCK-Topstürmer Mo Idrissou, der mit neun Gelben Karten vorbelastet ist und bei einer weiteren Verwarnung am Sonntag für das erste Relegationsspiel gesperrt wäre, einsetzen wird, lässt er noch offen. "Das ganze Taktieren bringt oft nichts. Lasse ich ihn nicht spielen, holt er sich die Karte vielleicht im ersten Relegationsspiel. Dann fehlt er in unserem Heimspiel. Aber ich lasse mir bis Sonntag noch Zeit mit meiner Entscheidung." jüb

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