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Lohn für mehr Leistung

Radprofi Johannes Fröhlinger bekommt im Team Gerolsteiner mehr Verantwortung übertragen. Ein Fingerzeig nach zuletzt guten Leistungen: Er darf bei drei wichtigen Ein-Tages-Rennen im Frühjahr in die Pedale treten. Foto: Team Gerolsteiner
Radprofi Johannes Fröhlinger bekommt im Team Gerolsteiner mehr Verantwortung übertragen. Ein Fingerzeig nach zuletzt guten Leistungen: Er darf bei drei wichtigen Ein-Tages-Rennen im Frühjahr in die Pedale treten. Foto: Team Gerolsteiner
Drei schwere Eintages-Rennen binnen einer Woche: Erstmals in seiner noch jungen Profi-Karriere darf sich der Eifeler Johannes Fröhlinger vom Team Gerolsteiner ab dem 20. April den Herausforderungen der Klassiker Wallonischer Pfeil, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Amstel Gold Race stellen. Von unserem Redakteur Mirko Blahak

Gerolstein/Freiburg. Der "Cauberg in Valkenburg", die "Mauer von Huy" und die "Côte de la Redoute". Drei markante Streckenabschnitte, die für drei wichtige Frühjahrs-Klassiker im Profi-Radsport stehen: das Amstel Gold Race, den Wallonischen Pfeil und Lüttich-Bastogne-Lüttich. In diesem Jahr werden die schweißtreibenden Eintages-Rennen in Belgien und den Niederlanden am 20. 23. und 27. April ausgetragen. "Diese Klassiker-Woche ist für die Mannschaft fast so wichtig wie die Tour de France", sagt Fahrer Johannes Fröhlinger vom Team Gerolsteiner. Bei den meisten Profi-Equipes wird so gedacht. Diesmal ist der 22-jährige Fröhlinger erstmals bei allen Rennen des Frühjahrs-Dreierpacks dabei. Möglich machen das zuletzt stabile Leistungen des gebürtigen Gerolsteiners. Gesamt-Rang 24 beim portugiesischen Etappen-Rennen "Volta ao Distrito de Santarém" und nun Platz 23 im Endklassement der italienischen Rundfahrt "Settimana Internazionale". "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich schon jetzt so gut in Form bin. Dass ich nun kurzfristig für die drei Klassiker und auch für das Rennen ,Rund um den Henninger Turm' am 1. Mai nominiert wurde, ist eine tolle Auszeichnung für mich", sagt Fröhlinger. In seinem ersten Profi-Jahr 2007 durfte der ehemalige Fahrer des RSC Prüm nur den Wallonischen Pfeil in Angriff nehmen. Nun wird ihm mehr Verantwortung übertragen. Verantwortung, die er gerne annimmt und die sein Selbstvertrauen stärkt: "Ich merke, dass mein Grundniveau im Vergleich zum Vorjahr höher ist. Ich habe ein Jahr Profi-Erfahrung und bei der Spanien-Rundfahrt meine erstes Drei-Wochen-Rennen überstanden. Ich fahre jetzt offensiver und traue mir mehr zu." Im Gegenzug zu seinen Einsätzen bei den Ein-Tages-Klassikern lässt Fröhlinger die Tour de Romandie kurz vor dem Giro d'Italia sausen. "Sie käme als direkte Giro-Vorbereitung ohnehin fast zu spät", sagt er.