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Tipp
Der Sommer 2018 steht vor der Tür: Fakten und Ratschläge

Bei derzeit herrlichsten Temperaturen im ganzen Land könnte man meinen, der Sommer habe uns bereits in vollen Zügen ergriffen. Doch der Schein trügt. Der meteorologische und astronomische Sommeranfang erwartet uns erst im Juni. Warum und wann genau dies so weit ist und welche Vorkehrungen man treffen sollte, um die warme Jahreszeit möglichst angenehm zu überstehen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Eine alte Bauernregel besagt: »Wind im Mai verweht den Gram, der Juni wird danach stets warm«. Viel Wind haben wir im bis jetzt noch recht jungen Monat Mai wahrlich noch nicht erlebt. Ganz im Gegenteil: Die Temperaturen von zurzeit 20 bis 28 Grad im ganzen Bundesgebiet zeugen von prächtigstem Frühsommerwetter. Bleibt also nur zu hoffen, dass die olle Bauernweisheit sich nicht bewahrheitet, denn wenn es so bleibt, wie es ist, nämlich warm, dann könnte der Sommeranfang entsprechend ins Wasser fallen. Aber denken wir nicht daran und fragen uns lieber: Wann spricht man eigentlich vom Sommeranfang? Und warum wird eigentlich zwischen dem meteorologischen und astronomischen Sommerbeginn unterschieden?

Kurz erklärt: Meteorologischer und Astronomischer Sommeranfang

Der sogenannte meteorologische Sommerbeginn fällt wie immer auf den 01. Juni. Dies hat einen einfachen Grund: Lässt man die Jahreszeiten immer am ersten des entsprechenden Monats (März: Frühling; Juni: Sommer; September: Herbst und Dezember: Winter) beginnen, so lassen sich die aufgezeichneten Wetterdaten statistisch einfacher berechnen und darstellen. Der meteorologische Sommer meint also eine künstliche Einteilung seitens Meteorologen. Er endet am 31. August.

Demgegenüber fällt der astronomische oder kalendarische Sommeranfang mit der Sommersonnenwende zusammen; diese ist kein künstliches Konstrukt, sondern astronomische Tatsache. In diesem Jahr findet diese am 21. Juni statt. Was genau ist die Sommersonnenwende?

Zur Zeit der Sommersonnenwende steht die Sonne an ihrem nördlichsten Punkt, dem nördlichen Wendekreis, im Zenit. Pünktlich zum astronomischen Herbstanfang steht sie dagegen wieder senkrecht über dem Äquator. Für die Nordhalbkugel bedeutet die Sommersonnenwende zudem, dass die Tage bzw. die Tagesspannen, in denen es hell ist, wieder (leider) kürzer werden.

Die Sommersonnenwende gibt in vielen Kulturen des Nordens den Anlass für üppige Feste, da die Menschen die maximal hellen Tage feiern. Berühmt sind hier beispielsweise die Veranstaltungen in der Nähe des englischen Ortes Amesbury in Wiltshire, besser bekannt für das jungsteinzeitliche Bauwerk »Stonehenge«. Aber auch an den sogenannten »Externsteinen« im Teutoburger Wald wird die Sommersonnenwende in der Regel gebührend gefeiert.

Was die Wärme noch so alles mitbringt

Die (hoffentlich) einsetzende Wärmeperiode im Sommer bringt uns aber nicht nur wunderschön-warme Nächte am Lagerfeuer, sonnige Strandtage und Cocktailpartys im Freien, sondern auch - aufgepasst! - eine Menge Insekten mit ins Haus. Wer von uns kennt schließlich nicht die lästigen Mücken, die uns - wie sollte es anders sein - natürlich so oft vor allem den wertvollen Schlaf vermiesen. Hier lohnt es sich ein klein wenig Geld in die Hand zu nehmen und beispielsweise Fliegengitter zu installieren. Diese sind meist schon für wenig Geld zu haben und lassen sich normalerweise schnell und einfach anbringen; empfehlenswert sind hier insbesondere Gitter, die sich ankleben lassen. Nicht nur sind sie schnell befestigt, auch lassen sie sich restlos wieder entfernen. Zudem halten sie freilich nicht bloß Mücken, sondern auch jegliches andere Getier vom Hause fern, das ansonsten problemlos durch die Fenster ins Innere gelangt wäre.

Für Allergiker ist es dagegen ratsam, sogenannte »Pollenschutz-Vliese« an den Fensterrahmen zu befestigen. Diese fangen die meisten Pollen problemlos auf und erleichtern Allergikern somit ungemein den Alltag. Sowohl Fliegengitter als auch Pollenschutz-Vliese sind in den meisten Fällen waschbar.

Derart ausgestattet, darf der Sommer - ob nun meteorologisch oder astronomisch - natürlich gerne kommen und vor allem möglichst lange bleiben. Dabei gilt stets: Vergessen Sie die Sonnencreme nicht! Und damit auf eine schöne Sommerzeit.