| 13:00 Uhr

Naturschauspiel
Die "super-blaue Blut-Mondfinsternis" - Rares Naturschauspiel am 31. Januar

Bildrechte: Flickr total lunar eclipse U.S. Army Alaska (USARAK) CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Bildrechte: Flickr total lunar eclipse U.S. Army Alaska (USARAK) CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten FOTO: U.S. Army Alaska (USARAK) / flickr.com
Ende des Monats kommt es zu einem Zusammentreffen von gleich drei seltenen Himmelsereignissen, die es so zuletzt vor 150 Jahren gegeben hat. Leider muss man weit reisen, um das Ganze mit eigenen Augen betrachten zu können.
  • Supermond: Da der Mond auf einer elliptischen und nicht auf einer kreisrunden Bahn um die Erde rotiert, befindet er sich manchmal näher an uns und ist manchmal weiter von uns entfernt. Am 31. Januar kommt er unserem Planeten in Form eines Vollmondes ganz besonders nahe und erscheint dadurch im Vergleich zu seiner am weitesten möglichen Distanz um ein Drittel heller und um ein Siebtel größer. Doch das ist für das ungeübte Auge kaum wahrzunehmen.
  • Blauer Mond: Bemerkenswerter ist die Tatsache, dass der Vollmond diesen Monat gleich zweimal am Himmel steht, was normalerweise nicht der Fall ist. Warum dieses Ereignis "Blauer Mond" genannt wird, ist nicht ganz geklärt. Erstmals in einem Gedicht aus dem 16. Jahrhundert erwähnt, stellt der Begriff eine Metapher für das Konzept der Unmöglichkeit dar. Schließlich bewegt sich das Leuchten des Mondes fast ausschließlich zwischen den Tönen Weiß und Gelb. Heute wird er in der englischen Redewendung "once in a blue moon" verwendet, was so viel heißt wie "einmal alle Jubeljahre". Und das passt auch ganz gut: Der blaue Mond tritt nämlich nur alle zweieinhalb Jahre in Erscheinung.
  • Blut-Mondfinsternis: Außerhalb der Norm ist auch die Farbe, in die sich der treue Erdbegleiter im Laufe der Nacht werfen wird. Als drittes Phänomen kommt es nämlich zu einer absoluten Mondfinsternis, da sich die Erde zwischen Mond und Sonne schiebt. Deren langwelliges Licht dringt aber immer noch bis zum kosmischen Nachbar durch, weshalb er leicht dunkelrot erscheint.

Trier bleibt leider außen vor

Die schlechten Nachrichten: Sehen kann man das extravagante Naturschauspiel leider nur in Zentral- und Ostasien, Indonesien, Australien und Neuseeland sowie auf der Insel Hawaii und in Alaska. Wenn man aber keinen kurzfristigen Urlaub mehr nehmen darf, kann man die Ereignisse auch einzeln abwarten. So findet die nächste Mondfinsternis am 27. Juli um 19:13 Uhr statt. Jetzt im Winter, wo die Nächte lang und die Luft klar ist, kann man das ziemlich gut beobachten. Am besten geht das weit entfernt von künstlicher "Lichtverschmutzung", etwa außerhalb der Stadt in Trier-Irsch, wo sich in naturbelassener Umgebung aus gutem Grunde die Außenstelle der örtlichen Sternwarte befindet. Den diesjährigen Supermond (2. Januar) haben wir unglücklicherweise schon verpasst, der nächste zeigt sich erst am 21. Januar 2019.

Angeblich spüren spirituelle Medien diesen lunaren Einfluss noch stärker als Normalsterbliche. So ist laut der Esoterik die "seelische Dünnhäutigkeit", die beim Kartenlegen und Wahrsagen erforderlich ist, bei Vollmond am stärksten ausgeprägt. Dadurch erhält der Hellseher klare Einsichten auf das große Ganze und erkennt bisher verborgene Zusammenhänge. Sollte man sich dafür entscheiden, bei Anbietern wie Questico die Dienste eines Hellsehers in Anspruch zu nehmen, ist es also am sinnvollsten, dies unmittelbar vor oder während einer Vollmondnacht zu tun.

Noch stärker empfinden wohl nur die Werwölfe die Macht des Mondes. Aber keine Sorge: Das "Morbach-Monster", das als letzter Werwolf Deutschlands in die regionale Geschichte eingegangen ist, wurde seit 1988 nicht mehr gesichtet.