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Ob Prepaid oder Vertrag: so kündigen Sie ihren Handytarif richtig

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Das Thema Vertragskündigung beschäftigt Verbraucher in vielen Bereichen. Nicht selten kommt es dabei zu großen Fragezeichen.

Ein Punkt, bei dem sich Kunden oft unsicher sind, ist die korrekte Handhabung von Prepaid-SIM-Karten. Ob hier eine Kündigung notwendig ist, und wie ein klassischer Mobilfunkvertrag richtig gekündigt wird, haben wir für Sie hier zusammengefasst.

Wann muss die Kündigung für den Handyvertrag eingereicht werden?
Ein normaler Handyvertrag wird immer mit einer Mindestlaufzeit und einer Kündigungsfrist aufgesetzt. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt für Neuverträge in der Regel 24 Monate, in Einzelfällen sind es lediglich 12 Monte. Die Kündigungsfristen variieren mit dem Anbieter. Sie liegen zeitlich bei vier Wochen und drei Monaten. Die Kündigung muss vor Ablauf der Kündigungsfrist in einer korrekten Form beim Anbieter eingereicht werden. Ist dies nicht der Fall, verlängert sich der Vertrag zumeist um weitere 12 Monate.

Achtung bei Handytarifen ohne Laufzeit und Prepaidverträgen
Eine Ausnahme machen Mobilfunkverträge ohne eine Vertragslaufzeit. Diese verlängert sich jeweils um vier Wochen, wenn sie nicht gekündigt werden. Die Kündigungsfrist liegt hier bei zwei bis sechs Wochen.
Die Kündigung für eine Prepaid-Mobilfunkkarte wird dann notwendig, wenn der Anbieter bei einer Nichtnutzung die SIM-Karte zurückverlangt. Ist dies der Fall, und die Karte wird nicht eingeschickt, kann dies Kosten verursachen. Möchten Sie die Telefonnummer portieren, ist es ebenfalls notwendig, den Prepaid-Vertrag zu kündigen. Für den Anbieterwechsel ist zu beachten, dass die Karte mit ausreichend Guthaben aufgeladen ist, um die Gebühren für die Rufnummermitnahme zu decken - diese liegen bei rund 25,00 Euro.

Wie wird der Handvertrag korrekt gekündigt?
Unabhängig von der Vertragsart, eine Kündigung muss immer schriftlich beim Anbieter eingereicht werden. Am besten geschieht dies per Einschreiben. Es ist ratsam, das Schreiben zeitlich nicht zu nah am Datum der festgelegten Kündigungsfrist aufzusetzen - die Kündigung ist erst mit dem Erhalt des Schreibens gültig. Das Sendedatum ist für die Einhaltung der Kündigungsfrist nicht relevant. Um unnötigen Ärger dabei zu vermeiden, sollten Sie sich daher ausreichend Spielraum verschaffen, falls im Ernstfall die Kündigung erneut verschickt werden muss.

Tipp zur Kündigung vom Handyvertrag: App nutzen
Um die Vertragskündigungen für Handy und Co. im Blick zu haben, gibt es spezielle Kündigungserinnerungs-Apps . Hier einfach den Vertrag und die Kündigungsfrist eintragen und die App sendet automatisch eine Benachrichtigung, sobald es an der Zeit ist, fristgerecht zu kündigen. Natürlich eignet sich hierfür auch die normale Erinnerungsfunktion im Kalender am PC oder Smartphone .
Die schriftliche Kündigung kann mittlerweile bei einigen Anbietern per E-Mail eingereicht werden. Diese praktischen Online-Kündigungen sind mit nur wenigen Klicks erledigt. Sie sollten dabei unbedingt die Bestätigungsmail ausdrucken und aufbewahren - für den Fall von Komplikationen

Handytarif kündigen: Musterschreiben für Kündigungen verwenden
Möchten Sie sich die Zeit und den Aufwand sparen, eine formgerechte Kündigung für Ihren Mobilfunkvertrag aufzusetzen, lohnt es sich, online nach einem Musterschreiben für die Kündigung zu suchen. Diese Schreiben stehen sowohl in einer allgemeinen Form, als auch für spezifische Anbieter zur Verfügung. Sie lassen sich einfach als PDF runterladen und mit den individuellen Angaben zum Vertrag ausfüllen. Dabei müssen die folgenden Angaben unbedingt korrekt sein:

VertragsinhaberVertragsnummerKundennummerKündigungsdatumKommt es zu falschen Angaben, wird die Kündigung nicht akzeptiert. Ein kleiner Zahlendreher kann bereits dazu führen, dass der Handyvertrag sich um weitere 12 Monate verlängert.