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Wissen ist Rendite: Know-how für die Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente reicht nicht aus, private Altersvorsorge ist wichtiger denn je. Doch der Dschungel an Vorsorgeprodukten erscheint auf den ersten Blick undurchdringlich, die komplizierte Marketingsprache vieler Finanzdienstleister unverständlich.

Mit etwas Grundwissen zum Thema Altersvorsorge blickt man aber gleich viel besser durch - hier nützliches Know-how, das weiterhilft.

Gebühren im Auge behalten
Die Verwaltung von Geld lassen sich Banken und Sparkassen gerade in Zeiten der Niedrigzinsen gern bezahlen - in Form von Gebühren, Depotkosten und Ausgabeaufschlägen. Das kann über einen längeren Zeitraum die Rendite deutlich schmälern, die das Geld erwirtschaften soll. Bevor man sich für ein Vorsorgeprodukt entscheidet, ist es daher ratsam, sich genau über sämtliche Kosten zu informieren - und dem günstigsten Anbieter den Vorzug zu geben.

Fonds als Anlageform
Eine monatliche Investition in einen Aktienfonds kann über einen längeren Zeitraum eine attraktive Rendite einbringen. Allerdings ist diese Form der Geldanlage mit einem etwas höheren Risiko verbunden. Besonders zu empfehlen sind Indexfonds, die auch als ETFs (englisch für "Exchange Traded Funds") bekannt sind. Mit ihnen lässt sich im Vergleich zu von Fondsmanagern aktiv verwalteten Fonds eine Menge Gebühren sparen. Am günstigsten ist der Erwerb von ETFs über eine Direktbank . Banken und Sparkassen bieten ETFs nicht aktiv an, da sie als Vermittler für diese Art Fonds keine Provisionen erhalten. Wer sich beim Investieren in Fonds unsicher fühlt, kann sich an Berater von Finanzberatungsunternehmen wie Swiss Life Select wenden. Swiss Life Select wie auch andere Finanzdienstleister bieten einen individuellen Beratungsansatz, wenn es um die Themen Vermögensaufbau und Fonds geht.

Auf die Laufzeit kommt es an
Wer sich für ein privates Vorsorgeprodukt entscheidet, sollte das Augenmerk auf die Laufzeit richten. Für langfristige Rücklagen für die Altersvorsorge empfiehlt es sich, in Etappen zu sparen, indem fällige Auszahlungen gleich erneut angelegt werden. Vorsorgeprodukte, bei denen das Geld über Jahrzehnte gebunden ist, sind zu meiden.

Mit gutem Gefühl investieren
Wer bei der Geldanlage auf ethische und ökologische Aspekte Wert legt, sollte ein entsprechend ausgerichtetes Geldinstitut wählen. Diese Institute spenden einen Teil der Rendite für einen guten Zweck und legen das Geld der Anleger nach sozialen und ökologischen Richtlinien an.

Aus der Mode: Versicherungen
Sparbriefe und Festgeld sind als sichere Geldanlagen fürs Alter mittlerweile besser geeignet als private Renten- und Kapitallebensversicherungen. Die Versicherungen haben sehr lange Laufzeiten, die Rendite ist gering und es zusätzlich Verwaltungskosten an.

Bei Traumrenditen skeptisch werden
Bei Vorsorgeprodukten, die mit sehr hohen Renditen und Steuervorteilen werben, ist Vorsicht geboten. Hohe Renditen sind immer mit einem hohen Verlustrisiko verbunden - und genau das gilt es bei der Anlage für die private Altersvorsorge zu vermeiden.
Für welches Anlageprodukt Sie sich auch entscheiden: Das Geld zum Ansparen sollten Sie übrig haben. Wenn Sie dafür regelmäßig den Dispo beanspruchen und dementsprechend hohe Überziehungszinsen bezahlen müssen, machen Sie ein Minusgeschäft.