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24h Nürburgring 2022: Startaufstellung am Samstag

Motorsport : 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gestartet: Die Eifel bebt

Die 50. Auflage des „größten Rennens der Welt“, wie es der veranstaltende ADAC Nordrhein selbst betitelt hat, ist gestartet. Um Punkt 16 Uhr am Samstag nahmen 138 Fahrzeuge die 25,378 Kilometer lange Kombination von Grandprix-Strecke und Nordschleife unter die Reifen.

Angeführt auf der Pole Position im Ferrari 488 GT3 von Luca Ludwig, dem Sohn des dreimaligen DTM-Meisters und „Ringkönigs“ Klaus Ludwig, ging es bei zwar kühlen Temperaturen, aber trockenen Bedingungen auf den einzigartigen „Ritt durch die Grüne Hölle“ zweimal rund um die Uhr.

Auf den ersten drei Plätzen waren neben dem „Octane 126“-Ferrari und dem Lamborghini Huracan von Konrad Motorsport als Drittem des Top-Qualifyings zwei sogenannte „Exoten.“ Dazwischen hatte sich mit dem Rowe-Racing-BMW M GT3 einer der vermeintlichen Top-Favoriten auf den Gesamtsieg platzieren können. Unter den Top Ten (Rang neun) ging Startfahrer Nico Menzel (Kelberg) im Porsche 911 GT3R als bestplatzierter Pilot aus der Region das Rennen an.

In einem Top-GT3-Fahrzeug saßen auch Niklas Krütten (Trier, 20.) im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport, Arno Klasen (Karlshausen, Audi R8 LMS GT3, Platz 30) und Thomas Mutsch (Bitburg) im Glickenhaus-Renner SCG 004C knapp dahinter auf Rang 34. Viele Fahrer aus der Eifel, die in den Rennen der Nürburgring Langstreckenserie (NLS) an den Start gehen, gehören auch in dieser Jubiläumsauflage mit zum Teilnehmerfeld. Wir werden ihre Rennen verfolgen und aktuell auf volksfreund.de darüber berichten.

Auf den Campingplätzen herrschte vor Rennbeginn eine phantastische Atmosphäre. Erstmals seit 2019 waren wieder Motorsportfans ohne Corona-Beschränkungen zugelassen.

Weit mehr als 100.000 Zuschauer hatten sich schon seit Wochenbeginn aufgemacht und belegten mit ihren Wohnmobilen in selbst initiierten kleinen Zeltstädten die bekannten Plätze an den dafür geeigneten Streckenabschnitten entlang der Nordschleife. Über die Eifeler Höhen zog jenes wundersame Gemisch von Benzingeruch, Bier- und Grillduft, das sowohl die Fans wie auch die Fahrer in den beiden vergangenen Corona-Jahren so sehr vermisst hatten.

Auf was alle Fahrer hoffen, sind akzeptable Witterungen in der für ihre Eskapaden bekannten Eifel. Zumindest hat der Wetterdienst bis zum Rennende am Sonntag um 16 Uhr keine bösen Gewitter oder Ähnliches vorausgesagt. Allerdings hielt sich die ominöse Wetterhexe rund um den Ring in den seltensten Fällen an derlei Prognosen.

Der Karlshausener Arno Klasen, der in diesem Jahr im Audi R8 LMS GT3 sein 24. 24h-Rennen bestreitet, meinte am Samstagmittag im Gespräch mit volksfreund.de noch kurz vor dem Rennen: „Ich habe in den letzten drei Jahren, als abgebrochen wurde, jedes Mal im Auto gesessen. Das ist kein Vergnügen. Das brauche ich auch nicht mehr.“

Was letztendlich eintrifft, das werden die nächsten knapp 24 Stunden zeigen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: 24-Stunden-Rennen 2022 auf dem Nürburgring