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A-Klasse für Abenteuerlustige

Ist ab dem 15. März zu haben: der neue Mercedes-Benz GLA. Foto: Daimler
Ist ab dem 15. März zu haben: der neue Mercedes-Benz GLA. Foto: Daimler
Stuttgart. Um Konkurrenten wie BMW X1 und Audi Q3 Paroli zu bieten, bringt Mercedes im Segment der kompakten sportlichen Mehrzweckfahrzeuge (SUV) den GLA in den Handel. Der Wagen ist nah mit der A-Klasse verwandt. Ingo Reuss

Stuttgart. Mercedes-Benz bietet den neuen GLA, ein sportliches Mehrzweckfahrzeug (SUV) der Kompaktklasse sowohl mit dem weiterentwickelten Allradsystem 4Matic als auch mit Frontantrieb an. Denn die meisten Käufer werden mit dem GLA niemals ins Gelände fahren.
Das Modell soll in dem für Mercedes neuen Kompaktsegment ab dem 15. März die Szene auf mischen und viele, besonders jüngere Neukunden gewinnen.
Schon das Design zeigt, wohin die Stuttgarter wollen. Der 4,42 Meter lange, aber nur 1,49 Meter hohe GLA sieht nicht nur optisch gut aus, sondern hat auch technisch einiges zu bieten. Dazu gehört der gegenüber Konkurrenten um 25 Prozent leichtere Allradantrieb, der die Kräfte variabel auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Bemerkenswert niedrig ist auch der Luftwiderstands beiwert (cw-Wert) von 0,29.
Als Diesel bietet Mercedes zunächst den GLA 200 CDI mit 2,1 Litern Hubraum und 136 PS/ 100 kW an. Diese Version kostet ab 32 130 Euro, der entsprechende Allradler ab 36 509 Euro. Im Mai folgt der 220 CDI (170 PS/ 125 kW) mit Frontantrieb ab 37 039 Euro und Allrad ab 39 252 Euro. Alle Diesel verbrauchen nach der Norm weniger als fünf Liter und erfüllen wie die Benziner die Abgasnorm Euro 6. Der Normverbrauch des GLA 200 CDI liegt bei 4,3 Litern Diesel (CO{-2}-Ausstoß: 114 g/km).
AMG-Version kommt im Juli


Als Benziner steht zunächst der GLA 200 mit 1,6 Litern Hubraum und 156 PS/115 kW ab 29 304 Euro zur Verfügung. Er ist nur mit Frontantrieb lieferbar. Der Normverbrauch beträgt 5,9 Liter Super (CO{-2}: 137 g/km). Ab Mai wird der GLA 250 mit 2,0 Litern Hubraum und 211 PS/155 kW als Fronttriebler für 35 284 Euro erhältlich sein. Verbrauch: 6,0 Liter. Die Allradversion gibt es schon ab der Markteinführung für 37 497 Euro. Anfang Juli folgt der GLA 45 AMG für 55 870 Euro, dessen 2,0-Liter-Vierzylinder 360 PS / 265 kW und 450 New tonmeter Drehmoment zaubert. Auch der GLA 250 mit 211 PS/ 155 kW bereitet viel Spaß. Er kommt aber an die AMG-Version mit ihrer spontanen Gasannahme, direkten Lenkung und dem knackigen Fahrwerk nicht heran.
Die Basisbenziner und -diesel haben Sechsgang-Schaltung, die anderen das vorzügliche Siebengang-DCT, ein von Mercedes-Benz selbst entwickeltes Doppelkupplungsgetriebe. Für den GLA 200 und 200 CDI kostet es 2166 Euro Aufpreis.
Die für die ersten Testfahrten verfügbaren Modelle vermittelten einen hochwertigen Eindruck. Der GLA fährt sich stabil und agil, mit den stärkeren Motoren dynamisch. Hinzu kommt die gelungene Abstimmung zwischen Sportlichkeit und Komfort. Materialien und Verarbeitung befinden sich auf hohem Niveau.
Hohes Gewicht für Basisdiesel


Ein kleiner Ausreißer war die gefahrene Einstiegsversion. Hier klang der Diesel angestrengt. Bei langen Steigungen ließ er das Gewicht des Wagens spüren - 1600 Kilogramm für den GLA 200 CDI mit 4Matic-Antrieb - und fiel durch Fahrgeräusche auf, vor allem laute Abrollgeräusche schon bei 100 km/h.
Innen reicht das Platzangebot auch hinten aus, das Stauraum volumen kann von 421 auf maximal 1235 Liter erweitert werden. Bequem sind die Sitze; die auf Wunsch erhältlichen Sportsitze haben integrierte Kopfstützen. Optional gibt es zum Beispiel ein großes Glasdach und zahlreiche Assistenzsysteme. Die Aufpreisliste für Ausstattungslinien, Pakete und sonstige Extras ist ebenso lang wie verführerisch.