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Auf Wunsch mit Kaffeemaschine

Ab Oktober ist der fünftürige Fiat 500L verfügbar, der deutlich mehr Platz bietet als sein kleiner Bruder. Foto: Fiat
Ab Oktober ist der fünftürige Fiat 500L verfügbar, der deutlich mehr Platz bietet als sein kleiner Bruder. Foto: Fiat
Frankfurt. So wie Mercedes-Benz mehrere Varianten der neuen A-Klasse angekündigt hat, stellt Fiat seinem Kleinwagen 500 nach und nach verschiedene Ableger zur Seite. Am 20. Oktober erscheint die Langversion 500L. Michael Kirchberger

Frankfurt. Den Kleinwagen 500 hat Fiat bereits um eine sport liche Abarth-Ausführung ergänzt und um ein Cabrio, das im Grunde nur ein übergroßes Schiebedach hat. Am 20. Oktober feiert nun der 500L (L für lang) Premiere bei den Händlern. Bei 15 900 Euro wird die Preisliste beginnen.
Geboten wird dafür eine um 59 Zentimeter auf 4,14 Meter verlängerte Ausgabe des knuffigen Dreitürers, der nun auch zwei hintere Türen bekommt. Die Breite nimmt um 15 Zentimeter auf 1,78 Meter zu, die Höhe wächst um stolze 29 Zentimeter auf 1,66 Meter. Damit übertrifft der 500L sogar den Kleinwagen Fiat Punto.
Weil der vergrößerte 500L auch eine kantigere Karosserieform als der 500 hat, herrscht an Bord kaum Platzmangel. Der Kofferraum fasst 400 Liter Gepäck. Die Rückbank lässt sich um 15 Zentimeter in Längsrichtung verschieben. So steht je nach Bedarf entweder mehr Beinfreiheit oder mehr Stauraum zur Verfügung - bis zu 1310 Liter. Lange Transportgüter finden ebenfalls Platz: Die Lehne des Beifahrer sitzes kann nach vorn gefaltet werden, was bis zu 2,40 Meter Laderaumlänge bringt.
Mit der L-Version bietet Fiat für den 500 einen modernisierten Motor an. Der Turbo-Zwei zylinder mit 0,9 Litern Hubraum leistet nun 105 PS/77 kW. Er ist gekoppelt mit einem leichtgängigen Sechsganggetriebe und einer Stopp-Start-Automatik. Obwohl er nur 145 Newtonmeter Drehmoment bei 2000 U/min liefert, hat er ordentliches Temperament und bringt den 500L zügig auf Trab. Den Normverbrauch gibt Fiat mit 4,8 Litern Super an (CO{-2}: 112 g/km). Der zweite Benziner ist der bekannte 1,4-Liter-Vierzylinder mit 95 PS/70 kW. Der Diesel mit 85 PS/63 kW wird wohl eher eine unbedeutende Rolle spielen, zumal er kein Musterknabe in Sachen Laufruhe ist und den Preis des 500L deutlich nach oben treibt.
Verzierungen als Extra


Die Ausstattung ist bescheiden. Wer einen ordentlich eingerichteten und gut aussehenden 500L fahren möchte, muss im Grunde alles dazukaufen. Schmuck und Verzierungen für den Innenraum stehen wie bereits für den Fiat 500 in großer Zahl bereit. Für alle, die auf italienische Lebensart Wert legen, wird zwischen den Vordersitzen eine Kaffeemaschine eingebaut.
Die wird es vermutlich auch in den beiden kommenden 500-Varianten geben, die bereits angekündigt sind. Zunächst soll ein sportliches Mehrzweckfahrzeug (SUV) auf 500-Basis das Modell Sedici ablösen. Außerdem ist ein 500 Van geplant, der Platz für sieben Sitze bieten soll.