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Chic, Charme, Charisma: Neuer Toyota Yaris im TV-Test

Chic, Charme, Charisma: Neuer Toyota Yaris im TV-Test

Klein, fein und ein gewohnter Anblick auf unseren Straßen: Wer Toyota meint, der meint oft auch Yaris. Denn in diesem Fahrzeug-Segment ist der chice City-Flitzer eines der gefragtesten Objekte bei den Kunden. Der TV hat die neue, überarbeitete Version bereits gefahren.

Der neue Toyota Yaris. Foto: Jürgen C. Braun

Rund drei Millionen Verkehrsteilnehmer haben sich in Europa seit 1999 für einen Yaris entschieden. 2055 folgte die zweite Generation, 2011 Nummer drei, begleitet von einer Hybrid-Variante. Runde 20.000 Käufer/innen entschieden sich alleine im vergangenen Jahr für dieses Modell. Das ist Nr. 1 in der Konzern-eigenen Hitparade für den deutschen Markt.
Und wer auf so viele Gegenliebe und Aufmerksamkeit am anderen Ende der Ladentheke stößt, der muss gehegt und gepflegt werden. Deswegen haben die Japaner jetzt die aktuelle Version des Kompaktfahrzeugs gründlich überholt. Technisch wie optisch. Insgesamt runde 1000 Teile, so der Hersteller, habe man in die Hand genommen, um den Yaris fit und flott zu machen und dem Zeitgeist an zu passen. Ab 30. August ist der Start für den hiesigen Markt vorgesehen. Vorbestellungen werden aber schon jetzt angenommen.
85 Millionen Euro hat das Haus nach eigenen Angaben in die Weiterentwicklung Motoren, Fahrwerk, höherwertigen Materialien und umfassender Karosseriesteifigkeit gesteckt. Dass sich da etwas getan hat, ja getan haben muss, wird schon bei der ersten visuellen Kontaktaufnahme deutlich. Vorher eher ein optischer Mitläufer, ist aus dem kleinen Asiaten jetzt ein wirklicher Hingucker geworden. Ein riesiger Kühlergrill, umrahmt von dominierenden Lufteinlässen. Eine Chromleiste mit Toyota-Logo verbindet die Scheinwerfer miteinander. Rein optisch macht Toyota dem Kunden mit dieser Konfiguration ein X, aber kein U vor.
Toyota hat sich auch des Innenraums angenommen. Da ist jetzt viel weniger "Hartplaste" zu sehen und zu fühlen. Armaturenbrett und Türverkleidungen sind hochwertiger als in der Vorgänger-Version. Platzmangel für Knie, Kopf und Schultern oder fehlende Rundumsicht ist in dem 3,95 Meter kurzen Winzling kein Thema. Ein schmale A-Säule und eine stark geneigte Fensterfront sorgen für gute Sichtverhältnisse des Fahrers und damit für erhöhte Sicherheit der Passagiere. Und wer noch mehr "Durchblick" haben möchte, dem steht auch ein optionales großes Glasdach zur Verfügung.
Auch - oder vor allem - in diesem Fahrzeugsegment ist die Verbindung des Fahrzeugs mit seiner Umwelt und seinen Insassen mittlerweile ein ebenso wichtiges Kaufargument wie Optik, Sicherheit, oder Wirtschaftlichkeit. Vor allem bei jüngeren Leute, und dürften nun einmal die Mehrzahl der Yaris-Interessenten ausmachen. Diesem Umstand hat der Hersteller im überarbeiteten Kleinwagen mit dem Infotainment-System "Toyota Touch2" Rechnung getragen.
Doch nicht nur bei Jugendlichen, auch bei mobilen Pflegediensten oder ähnlichen karitativen Einrichtungen dürfte der überarbeitete Kleinwagen hoch im Kurs stehen. Vor allem im Stadt- und Kurzstreckenbereich setzt Toyota auf die Hybrid-Variante des Yaris. Bereits im vergangenen Jahr, so ein Toyota-Sprecher zu Beginn dieser Woche, habe man eine Hybrid-Quote von etwa 40 Prozent mit diesem Fahrzeug erreicht. Dieser Trend werde sich nach eigener Einschätzung bis hin zur Hälfte aller verkauften Einheiten der überarbeiteten Version ausbauen.
Der Yaris wird als Drei- ebenso wie als Fünftürer angeboten. Basis bei den Antriebsversionen ist ein kerniger 1-Liter-Benziner mit Fünfgang-Schaltgetriebe ab 11.990 Euro. Weitere Motorisierungs-Angebote sind neben dem Hybriden mit dem 1,5-Liter Benziner (umfangreicher ausgestattet ab 17.300 Euro) ein 1,3-Liter-Benziner und der bewährte 1,4D-4D-Diesel. Toyota geht von einer Jahresstückzahl von 23.500 Fahrzeugen in Deutschland aus.