Das beste Pferd im Stall

Neue Optik außen und innen, sparsamere Motoren und mehr Ausstattung zu fast gleichen Preisen sollen dem Toyota Yaris noch mehr Kunden bringen. Die neue Version des Kleinwagens ist ab 11 990 Euro zu haben.

Brühl. 20 000 Yaris verkaufte Toyota bei uns im vergangenen Jahr, 2015 sollen es 24 000 sein. Der Kleinwagen ist für den Hersteller das wichtigste Pferd im Stall. Seit dem 30. August gibt es ihn gründlich geliftet, sparsamer, mit neuer Optik und mehr Ausstattung zu fast den gleichen Preisen wie bisher.
Überarbeitet wurde vor allem die Optik. Die X-Front setzt die jüngst beim kleineren Aygo eingeführte eigenwillige Linie fort. Sie wirkt in hellen Farben für viele Augen eher grell und aggressiv. Dunkle Farben lassen den riesigen Kühlerschlund dezenter erscheinen. Am Heck sind die Stoßfänger samt angedeutetem Diffusor neu, dazu die LED-Rückleuchten.
An den Abmessungen des drei- und fünftürig lieferbaren Kleinwagens ändert sich nichts. Üppige 1,51 Meter Höhe schaffen viel Raum für Fahrer und Bei fahrer. Die Rückbank reicht auf kurzen Strecken auch für drei Erwachsene. Der Kofferraum fasst 286 Liter, bei umgeklappter Rücksitzlehne bis zu 768 Liter - etwas weniger als bei einem VW Polo.
Das Innere präsentiert sich durch deutlich höherwertige Materialien nobler, die übersichtlichen, großen Skalen blieben unverändert. Deutlich verbessert wurden Geräusch dämpfung, Fahrkomfort und Lenkpräzision.
Der Basismotor, ein 1,0-Liter-Dreizylinder, findet sich auch im kleineren Aygo. Er wurde gründlich überarbeitet und erfüllt bereits die Abgasnorm Euro 6. Leistung (69 PS/51 kW) wie Drehmoment (95 Newtonmeter) reichen für das knapp 1000 Kilogramm schwere Auto bei den üblichen Fahrten im Nahbereich aus. Während langer Steigungen kommt aber rasch der Wunsch nach mehr Mumm auf.
Dafür ist das Motörchen vorbildlich leise, bei mittleren Drehzahlen in den oberen Gängen sogar kaum zu hören. Und es ist fast so sparsam wie ein Diesel: Normverbrauch 4,3 Liter, CO{-2}-Ausstoß 99 Gramm, mit Stopp- Start-System noch 0,2 Liter und vier Gramm weniger. In der Praxis können fünf Liter tatsächlich genügen.
Der Dreizylinder gefällt mit seinem Ton und seinem quirligen Charakter. Der 1000 Euro teurere 1,3-Liter-Vierzylinder kann es auf langen Strecken naturgemäß besser: 99 PS/73 kW, 125 Nm, Spitze 175 statt 155 km/h. Den Sprint von 0 auf 100 km/h bewältigt er in 11,7 statt 15,3 Sekunden, der Verbrauch nach Norm beträgt 4,9 Liter, mit Start-Stopp-System ein Zehntel weniger (CO{-2}: 114 und 109 g/km). Für 1250 Euro Zuschlag ist der Yaris 1.33 Dual VVT-i auch mit der stufenlosen Automatik Multidrive zu haben.
Der 1,4-Liter-Diesel mit 90 PS/ 66 kW und 205 Nm geht schon aus niedrigen Drehzahlen ab 1800 U/min kraftvoller zur Sache. Er hat 3,8 Liter Norm verbrauch (CO{-2}: 99 g/km), lohnt sich aber wegen seines hohen Aufpreises von 3250 Euro nur in den wenigsten Fällen.
Interessant im Stadtverkehr ist der Yaris Hybrid. Er rollt immer wieder elektrisch und begnügt sich nach Norm mit 3,3 Litern (CO{-2}: 75 g/km). Der 1,5-Liter-Benzinmotor erzeugt zusammen mit der Elektromaschine 100 PS/ 74 kW. Er beschleunigt wie der 1,3-Liter-Benziner in 11,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Spitze ist auf 165 km/h begrenzt. Für die Hybridversion ent scheiden sich bereits 40 Prozent aller Käufer. Mit der Ausstattung Comfort kostet sie 18 400 Euro.