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Der Enkel der Göttin mag es sportlich

Der Enkel der Göttin mag es sportlich

Citroëns DS-Modelle - Göttin genannt - waren seit Mitte der 1950er Jahre ihrer Zeit in mancher Hinsicht technisch voraus und galten als avantgardistisch. Künftig sollen die Buchstaben D und S wieder zum Markenzeichen des französischen Herstellers werden.

Köln. Exklusiver als ihre braven Schwestermodelle Citroën C3, C4 und C5 wirken die DS-Versionen. Nach DS3 und DS4 folgt im Februar der DS5. 4,53 Meter ist er lang, auffällig gestylt mit viel blitzendem Chrom, gut aus gestattet und auch etwas teurer als die kleineren Ableger.
Auf den ersten Blick wirkt der DS5 wie eine Mischung aus Limousine, Kombi und GT. Die etwas erhöhte Sitzposition ist kein Nachteil. Man sitzt bequem, vor allem wenn die Leder-Oberfläche (Option) von Sitzflächen und Rückenteilen wie geflochten strukturiert erscheint. Bis zu fünf Insassen finden Platz, dazu 460 Liter Gepäck im Kofferraum.
Wuchtig wirkt die Mittel konsole, hochwertig erscheinen die gut verarbeiteten Materialien. Unter dem geteilten Glasdach (ausstattungsabhängig) verläuft ein breiter Mittelsteg mit Tasten wie in einer Flugzeug kanzel. Per Schalter kann hier unter anderem das separat vor der Frontscheibe stehende, mehrfarbige sogenannte Head-up-Display ein- und ausgefahren werden.
Aber nicht nur mit edlen Materialien wollen sich die Franzosen an den "deutschen Luxusmarken orientieren", sondern auch bei der Technik wie Spur assistent, Traktionskontrolle, automatischem Fahrlicht, Rückfahrkamera, Abbiegelicht und schlüssellosem Zugang. Gegenüber der C4-Picasso-Basis wurden Fahrwerk und Bremsen verbessert, vorn und hinten die Spur verbreitert.
Zwei Benziner, zwei Diesel und ein Hybrid stehen zur Verfügung. Die beiden 1,6-Liter-Turbo benziner mit 156 PS/115 kW und 200 PS/147 kW verbrauchen jeweils um sieben Liter Super. Bei den Dieseln begnügt sich der 110 PS/82 kW starke 1,6-Liter mit 4,4 Litern, der stärkere 2,0-Liter (163 PS/120 kW) mit 4,9 Litern. Für den Basis-Benziner mit Automatik verlangt Citroën ab 29 700 Euro, den Einstiegsdiesel mit automatisiertem Getriebe gibt es ab 29 350 Euro. Wer Sechsgang-Schaltung wünscht, muss zu den jeweils stärkeren Versionen greifen. Die beiden Ausstattungsstufen heißen Chic und Sochic. In der Version Hybrid4 arbeitet vorn der 163 PS/120 kW starke 2,0-Liter-Diesel, der beim Anspringen und Hochdrehen etwas rau und brummig läuft. An der Hinterachse sitzt ein Elek tro motor mit 37 PS/27 kW, versorgt von Nickel-Metallhydrid-Batterien. Der DS5 kann in dieser Version (ab 37 540 Euro) kurze Strecken rein elek trisch fahren. Vor allem in der Stadt ist somit ein Normverbrauch von 3,8 Litern Diesel möglich.
Citroën hat den DS5 ziemlich straff abgestimmt. Federn und Dämpfer sollen auch dem höheren Gewicht der Hybrid-Version (1,7 Tonnen) gewachsen sein. Zudem sollen die Räder, die auch Energie in die Batterien einspeisen, ständig guten Bodenkontakt haben.