1. Magazin
  2. Auto & Motor

Der erste SUV-Kraftprotz: TV fuhr den neuen Audi RSQ3

Der erste SUV-Kraftprotz: TV fuhr den neuen Audi RSQ3

Sie sind die Fitness-Studios ihrer Serienmodelle: Die M-GmbH für das Haus BMW, die Mercedes-Benz-Powerbar AMG und die Quattro GmbH, die Modelle mit den vier Ringen veredelt. Der TV fuhr den ersten SUV, den die quattro-Ingenieure auf die Räder gestellt haben: den neuen Audi RSQ3.

Der Name mit dem Zahlen-Innenleben verweist schon auf das technische Prinzip, das dahinter steckt: quattro = vier. Also der Antrieb eines Fahrzeugs über alle vier und nicht nur über die beiden Räder der Vorder- oder Hinterachse. Seit mehr als 30 Jahren (1983) ist die Quattro GmbH als 100proentige Tochtergesellschaft der Audi AG jetzt für Fahrzeuge mit den vier Ringen, die einen „besonderen Bumms“ aufweisen, zuständig. Optisch gar nicht einmal besonders auffällig, kein wüstes Spoiler-, Schürzen- oder Radkasten-Gehabe. Keine tiefergelegten Serienfahrzeuge, für die jeder kleine Bordstein zum Nanga Parbat wird. Klassisch geschnitten, aber optisch dezent aufgewertet. Die wahren Werte dieser Exponate aber stecken im Innenleben eines jeden einzelnen Derivates.Zeitgleich mit der Einführung der weiter entwickelten Q3-Baureihe hat die Quattro GmbH mit dem RSQ3 jetzt auch das erste SUV (Sport Utility Vehicle) zur Serienreife gebracht. Der TV hatte die Gelegenheit, den neuen Audi SRQ3 mit dem 340 PS starken Fünfzylinder schon einmal in Augenschein zu nehmen und ein paar erste Testkilometer zu absolvieren.Eine Mischung aus Fauchen und Grollen empfängt uns, nachdem wir den 2,5 Liter großen Fünfzylindermittels Starterknopf zum Leben erweckt haben. Der RSQ3 ist nicht das Ergebnis einer Idee, das sich irgendwelche Marketing-Leute aus Ingolstadt in den Kopf gesetzt haben. „Dieses Auto haben wir bei der quattro GmbH selbst angeschoben“, erzählt uns ein Mitarbeiter des Unternehmens bei der ersten Vorstellung des Fahrzeugs mit sichtbarem Stolz. Warum ausgerechnet ein SUV aus der Audi-Wundertüte für die ganz besonderen „Schmankerln“? Nun, SUV’s seien im Trend, das Segment wachse weiter und dann sei da ja auch schließlich die Herausforderung gewesen, der Erste zu sein, der ein solches Fahrzeug mit diesem ultimativen Anspruch in sein Kunden-Portfolio aufnehmen darf. Noch vor der Konkurrenz aus München und Stuttgart. „Wir hatten zudem mit dem Q3 ein vergleichsweise leichtes Fahrzeug, auf dem wir für unsere Zwecke aufbauen konnten.“ Und da man bei der quattro GmbH auf viele gleiche Komponenten anderer eigener Produkte zurückgreifen konnte, war die Realisierung des Projektes kein Zauberwerk.So stammt beispielsweise die Bremse des Audi RSQ3 aus dem RS5. Der fünfzylindrige Benzin-Direkteinspritzer verrichtet seine Arbeit quasi unverändert auch TT RS und im RS3. Das Turbo-Aggregat mit seinem maximalen Drehmoment von 450 Newtonmetern zwischen 1600 und 5300 U/-min1 ist ein fulminanter Kraftraum, aus dem sich dieser, nur 4,41 Meter lange und rund 1,7 Tonnen schwere Kompakt-SUV bedienen darf. Dafür, dass es keine Unterbrechung bei der „Zufuhr“ der jeweiligen Fahrstufen gibt, sorgt in bewährter Manier das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, bei Audi s-tronic genannt Unsere ersten Fahreindrücke: Vom kleinen Sportlenkrad aus kommen direkte, unmissverständliche Rückmeldungen. Wir haben zumindest für kurze Zeit ein Stück freier Autobahn für die Fahrt mit dem RSQ3, der auf einem konventionellen RS-Fahrwerk ruht. Die permanente Zugkraft lässt die Arbeit der quattro-Ingenieure erkennen, aber das Fahrzeug ist und bleibt eben doch ein SUV. Es sind andere Reaktionen als etwa bei einem RS3, den wir in diesem Jahr für den TV gefahren waren. Das Fahrzeug ist natürlich in seiner Gesamtheit, also in seiner Optik, der Ausstattung des Innenraums, sowie der Anzahl der Assistenzsysteme und Sicherheitsfeatures auf Alltagstauglichkeit ausgerichtet. Zudem ist der RSQ3 eine Art rollendes Multifunktions-Home. Neben den klassischen Audio-Elementen ist auch navigieren, fernsehen (im Stand), das Surfen im Internet, oder das Schreiben von Mails längst kein Problem mehr. Der Audi RSQ3 soll aber keineswegs mit einer kaum zu bändigenden und unpassenden Leistung und in einem mordsmäßigen Blechkleid aus dem Gesamtangebot der Baureihe heraus fallen. Die RS-Variante soll vielmehr die Speerspitze der Q3-Bauriehe darstellen. Und Zeugnis für die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der quattro GmbH auch in diesem Segment abliefern.Technische Daten Audi RSQ3:Motor: Direkt einspritzendes, 340 PS starkes Fünfzylinder-Turbo-Aggregat; permanenter Allradantrieb; 7-Gang-Doppelkupplung; Null auf 100 km/h: 4,8 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 250 km/hPreis: ab 56.600 Euro