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Der mit dem elektronischen Schutzschild

Der mit dem elektronischen Schutzschild

Die dritte Generation des Nissan X-Trail ist runder geworden. Das sportliche Mehrzweckfahrzeug (SUV) ist mit Front- oder Allradantrieb verfügbar. Auf Wunsch bietet der Wagen sieben Sitze. Doch ganz hinten sitzen nur Kinder einigermaßen bequem.

Brühl. Ungefähr alle sieben Jahre läutet Nissan zur Wachablösung in der X-Trail-Baureihe. Das neben dem verblichenen Patrol geländegängigste Modell der japanischen Marke kommt in seiner dritten Generation Ende Juli zu den Händlern. Die Preisliste beginnt mit 26 550 Euro. Dafür gibt es den X-Trail mit geländetaug lichen 21 Zentimetern Boden freiheit, aber nur mit Vorderradantrieb.
Der Allradler kostet 2000 Euro mehr; ein stufenloses Automatikgetriebe ist für 1900 Euro im Angebot. 300 Euro müssen dann noch bezahlt werden, wenn der X-Trail vom Fünf- zum Sieben sitzer werden soll. Die beiden Plätze im Heck sind zwar günstig, allerdings nur für Kinder geeignet. Menschen jenseits von 1,40 Meter Körpergröße fristen dort ein wahrlich unbequemes Leben.
Das mit 4,64 Metern in der Länge kaum gewachsene SUV wird zunächst nur als Diesel mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder angeboten. Er leistet 130 PS/96 kW und stemmt 320 Newtonmeter Drehmoment. Der Verbrauch mit Frontantrieb und der serienmäßigen Sechsgang-Handschaltung: 4,9 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer. Mit Automatik oder Allradantrieb steigt der Konsum auf 5,1 beziehungsweise 5,3 Liter.
Der Diesel passt gut zum sanften Charakter des Nissan, beweist ordentliche Durchzugskraft und angenehme Laufruhe. 2015 soll ein 1,6-Liter-Turbo benziner mit 163 PS/122 kW das Angebot erweitern.
Der um fast acht Zentimeter längere Radstand bringt mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Die Türen zum Fond öffnen bis zu einem Winkel von 80 Grad. Das macht es für die Hinterbänkler bequemer, an Bord zu kommen. Auch das Befestigen eines Kindersitzes wird einfacher. Die Sitze der zweiten Reihe lassen sich um bis zu 26 Zentimeter in Längsrichtung verschieben. Das bedeutet viel Raum für die Beine. Vorne gibt es sowieso keinen Anlass für Beschwerden. Hier bieten die Sitze zudem guten Seitenhalt.
Ganz groß trumpft der X-Trail beim Transportvolumen auf. Bis zu 2,60 Meter Ladelänge sind möglich, der Gepäckraum des Fünfsitzers fasst 550 Liter, bei umgeklappter Rückbank sind es maximal 1982 Liter. Dank einer zweiteiligen Bodenplatte lässt sich der Kofferraum außerdem horizontal in verschiedenen Höhen teilen.
Eine ganze Reihe von Assistenzsystemen unterstützt den Fahrer auf Wunsch. Safety Shield (Schutzschild) nennt Nissan das Ensemble, das den Toten Winkel überwacht, querende Verkehrsteilnehmer beim Rückwärtsfahren sowie Müdigkeit des Fahrers erkennt und bei unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur Alarm schlägt. Gute Dienste leistet außerdem die Rückfahr kamera, die es in den gehobenen Ausstattungsversionen Acenta und Tekna serienmäßig gibt.