Der neue Hyundai i10: klein, aber fein

Der neue Hyundai i10: klein, aber fein

Hyundai hat den Nachfolger des Atos in der zweiten Generation frisch aufgemöbelt

Erste Erfahrungen mit dem Hyundai i10. Foto: Hersteller

In den Bereichen kleiner, wendiger und innovativer Kompaktwagen sowie bei SUV (Sport Utility Vehicles) und geländegängigen Fahrzeugen gilt Hyundai als einer der Marktführer. Der südkoreanische Autobauer hat das Image des Billig-Anbieters, mit dem man vor genau 20 Jahren mit Modellen wie dem “Pony„ hierzulande angefangen hat, längst abgelegt. Hyundai gehört weltweit mittlerweile zu den “Top Five„, die Modelle des Importeurs sind zeitgemäß, haben hohen Sicherheitsstandard und gelten darüber hinaus als wirtschaftlich und warten mit einem chicen Design auf. Einer der Trendsetter bei den “Hyundai-Minis„ ist der Nachfolger des ehemaligen Modells “Atos„, des i10. Drei Jahre nach seiner Markteinführung hat der Hyundai i10 jetzt eine “Blutauffrischung„ erhalten.

2,55 Prozent betrug der Hyundai-Marktanteil an verkauften Fahrzeugen im vergangenen Jahr, dem “Jahr 1 nach der Abwrackprämie„. Bestseller war der i30, der etwas kompaktere i10 folgt auf Rang zwei. Insgesamt haben sich im vergangenen Jahr 74.287 Käufer für ein Modell dieser Marke entschieden. Gegenüber dem vergleichbaren “normalen„ Jahr 2008 (vor der Umweltprämie) war das ein Plus von 44 Prozent. Um von diesem Weg nicht ab zu kommen, wurde beim i10 jetzt nicht nur die “Außenhaut„ aufgehübscht, sondern auch die Leistung der beiden Triebwerke optimiert und ihre Schadstoffemissionen gesenkt. Zudem wurde das jetzt etwas straffere Fahrwerk den hierzulande üblichen Anforderungen angepasst.

Der i10 gehört in die Kategorie „Frauenliebling„ wie etwa der Ford Fiesta. Doch wohl nicht nur deshalb haben die Südkoreaner am optischen Auftritt ihres City-Rollers jetzt kräftig gewerkelt. Mehr als 50.000 i 10 hat Hyundai deutschlandweit in den bisherigen drei Jahren verkauft. Um “up to date„ zu bleiben, wurde City-Roller auch optisch der Modellfamilie angepasst. Mit seinem vergrößerten, zweigeteilten Kühlergrill, den voluminöseren Heckleuchten, und dem modifizierten Stoßfänger mit den jetzt tiefer sitzenden Rückstrahlern passt der kleinste Hyundai jetzt auch dank frischem Chic und Charme in die gesamte Modellfamilie des Importeurs.

Wer sich Fahrzeuge dieser Kategorie zulegt, der wird zunächst auf die urbanen Eigenschaften des Probanden schauen. Da sind Parameter wie Wendekreis, Einparken in kleinste Parklücken und dennoch größtmögliche Raumausnutzung bei möglichst kompakten Ausmaßen gefragt. Und durstig soll der Kleine natürlich auch nicht sein, versteht sich. Dieses Anforderungsprofil erfüllt der Hyundai i10, den es jetzt auch mit frischen, neuen Farbarrangements gibt.

Mit seinen Abmessungen von 3,59 Meter Länge und 1,60 Meter Breite offenbart er sich als moderner Stadtflitzer, mit dem selbst das Einparken auf kleinstem Raum problemlos zu bewältigen ist. Der fünftürige Fronttriebler verweigert auch beim Großeinkauf im Supermarkt seinen Dienst nicht. Das Kofferraumvolumen von 225 Litern kann durch leicht zu bewältigendes Umlegen der Sitze auf etwa 700 Liter erweitert werden.

Der i10 fährt sich im Gewirr des Großstadtdschungels angenehm und flott. Eine Schaltpunktanzeige sorgt für zusätzliche Verbrauchsreduzierung. Für den Antrieb sind zwei moderne Benzintriebwerke zuständig. Die Basismotorisierung mit 1,1 Liter Hubraum leistet 69 PS (vorher 67) und ist für die Mobilität im urbanen Lebensbereich ausreichend. Der Vierzylindermotor zeigt einen lebendigen und drehfreudigen Charakter. Für rasante Ampelstarts ist das Gefährt zwar nicht geeignet, doch derlei stand auch nicht im Lastenheft seiner Entwickler. Wer den i10 allerdings nicht nur zur Shoppingtour in der Stadt benutzen möchte, sondern ihn regelmäßig auch zu längeren Fahrten einsetzt, der sollte sich mit dem leistungsstärkeren Triebwerk anfreunden. Das leistet bei 1,2 Liter Hubraum 86 PS, ist drehfreudig und nervt auch im hohen Drehzahlbereich nicht durch einen störenden Geräuschpegel.

Die Karosserie des Hyundai i10 ist beim Relaunch des Fahrzeugs an A-, B- und C-Säule sowie am Dach verstärkt worden. Der Schleuderschutz ESP ist nicht serienmäßig, sondern, wie es in diesem Segment oft der Fall ist, nur im Verbund mit einer zusätzlichen Sicherheitsausstattung (aktive Kopfstützen vorn, Vorhangairbags sowie Scheibenbremsen hinten) für 910 Euro zu haben. Die Preisliste für den neuen Hyundai i10 beginnt jetzt mit der Basismotorisierung bei 10.290 Euro. Bereits in der nächst höheren Ausstattungsvariante für 1400 Euro mehr sind elektrische und beheizbare Außenspiegel, eine Alarmanlage, CD-Wechsler, Nebelscheinwerfer sowie eine praktische Ablagebox unter dem Beifahrersitz im Preis inbegriffen. Hyundai gewährt eine Garantie auf drei Jahre, unabhängig von der zurück gelegten Strecke. Noch in diesem Jahr peilt der Hersteller 15.000 verkaufte Modelle an.