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Der neue Kia ceed im Check

Fahrbericht : Der neue Kia ceed: Die Limousine im TV-Check

Kia baut in den nächsten Monaten seine Ceed-Baureihe weiter aus. Zunächst erscheint ab Anfang Juli - elf Jahre nach der Markteinführung - die Limousine in dritter Generation.

Günstiger wird es dabei aber nicht: Die Preise ab 15.990 Euro (Benziner) und 21.490 (Diesel) liegen etwa 1.000 Euro über dem Vorgänger-Basispreis. Erhältlich ist der neue Ceed, nur noch als Fünftürer, der Dreitürer ist nicht mehr im Programm.

Ende September erscheint die Kombi-Variante des Ceed, der deutlich gewachsen ist. Zum Jahresende wollen die Koreaner noch den Ceed Shooting Brake, eine Kombination aus Kombi und Coupé, einführen. Äußerlich kommt der in Europa designte und in der Slowakei produzierte Ceed mit strafferer Linienführung bedeutend dynamischer als der Vorgänger daher. Die Front mit der Tigernase ist wuchtiger geworden. Im Vergleich zum Vorgänger ist der 4,31 Meter lange Koreaner in der Breite um 20 Millimeter gewachsen und in der Höhe um 23 Millimeter (1,45 Meter) geschrumpft. Dank des neuen Innenraumkonzepts sind die Platzverhältnisse – bei gleichem Radstand von 2,65 Meter – verbessert worden.

Das Ladevolumen ist um 15 Liter erhöht worden. Hinter der Heckklappe können jetzt 395 Liter verstaut werden. Sind die Rücksitze umgeklappt, verschwinden maximal 1.291 Liter. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, zentrales Element ist – je nach Ausstattungsversion – ein bis zu acht Zoll großer freistehender Touchscreen-Monitor, über den viele Fahrzeugfunktionen bedient werden können.

Elektromotor ab 2019

Für den Vortrieb stehen zunächst drei Benziner und ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit SCR-Kat in zwei Leistungsstufen parat, die alle die Abgasnorm Euro 6d-Temp erfüllen. Im nächsten Jahr wird ein 48 Volt Mild-Hybrid nachgereicht. Bei den Benzinmotoren stehen der bekannte 1,4-Liter-Vierzylinder mit 100 PS und der Einliter-Dreizylinder mit 120 PS zur Verfügung. Außerdem steht ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS parat, der den 1,6-Liter Saugbenziner ablöst. Diesel-Freunden offeriert Kia den 1,6-Liter Turbo-Selbstzünder in den Leistungsstufen mit 115 beziehungsweise 136 PS.

Die Kraft wird mittels einer gut zu schaltenden Sechsgang-Schaltung auf die Vorderräder gebracht. Optional (Aufpreis: 1.600 Euro) ist für den großen Diesel oder den 140 PS-Turbobenziner ab der Ausstattungslinie Vision ein Siebengang-DSG-Getriebe verfügbar. Der Fünftürer wird in fünf Ausstattungsversionen (Attract, Edition 7, Vision, Spirit und Platinum) angeboten. Auch in Sachen Komfort und Sicherheit hat der Koreaner einiges zu bieten.

Bereits ab der Basisausstattung sind unter anderem LED-Tagfahrlicht, Dämmerungssensor, Tempomat, aktiver Spurhalter, Frontkollisionswarner, Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner und Bluetoothfreisprecher serienmäßig an Bord. In den höheren Ausstattungsstufen oder teils optional sind Features wie beispielsweise die 8-Zoll-Navigation, ein JBL Soundsystem, induktives Laden für Smartphones, Android Auto und Apple CarPlay, klimatisierte Ledersitze sowie Querverkehrswarner oder auch ein Spurwechselassistent und Stauassistent erhältlich. Kia erwartet, dass rund die Hälfte aller Verkäufe des neuen Ceed auf den 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS entfallen.