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Deutlich dynamischer und sehr komfortabel

Deutlich dynamischer und sehr komfortabel

Der neue Mazda CX-5 überzeugt mit verbessertem Fahrverhalten. Zudem lockt das kompakte SUV mit erweiterter Ausstattung.

Mazda platziert den Bildschirm des CX-5 oben auf dem Armaturenbrett. Er ist allerdings nicht versenkbar. Foto: Rene Pieters
Nur wer genau hinschaut, erkennt den neuen Mazda CX-5 am neu gestalteten hinteren Stoßfänger. Foto: Rene Pieters

Leverkusen Der ist neu? Ach ja, stimmt. Die Scheinwerfer sind schmaler als früher und der Kühlergrill sieht auch anders aus. Aber selbst Kenner müssen genau hinsehen, um die jüngste Generation des Mazda CX-5 zu identifizieren, die am 20. Mai zu den Händlern kommt.
Sehr maßvoll hat die japanische Marke, der es seit der Trennung von Ford deutlich besser geht, das erfolgreiche Kompakt-SUV erneuert. Erst fünf Jahre ist der 4,55 Meter lange Erfolgstyp auf dem Markt und hat entscheidend daran mitgewirkt, dass sich die Europa-Verkäufe von Mazda in dieser Zeit um 60 Prozent auf rund 220 000 Fahrzeuge im Jahr erhöht haben. Und da der Erfolg ein flüchtiger Gast ist, schmieden die Japaner das Eisen, so lange es heiß ist.
Ab 24 990 Euro kostet der neue CX-5. Alle Bauteile des Gewandes wurden neu geformt, wenn auch nicht völlig anders gestaltet. Unterm Blech werden die neu abgestimmten Radaufhängungen nun an hochfesten Stählen montiert, was die Karosserie wesentlich steifer macht. Dazu bekommt das fünfsitzige SUV mehr Ausstattung und eine Erweiterung der Assistenzsysteme. Genug also, um es als Neuheit einzustufen.
Die markantesten optischen Veränderungen sind neben den modifizierten Stoßfängern vorn und hinten die um drei Zentimeter nach hinten versetzten vorderen Dachsäulen und das rundere Dach. Auch die Seitenansicht mit ihrer abfallenden Lichtkante verstärkt den Eindruck, das Gewicht des CX-5 werde beinahe allein von den Hinterrädern getragen. Doch das Gegenteil trifft zu. Je nach Motorisierung und in Abhängigkeit von Front- oder Allradantrieb lasten 60 Prozent der Fahrzeugmasse auf der Vorderachse. Um das SUV dennoch leichtfüßig zu machen, bekommt es die Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control, die bereits den beiden Limousinen-Baureihen 3 und 6 zu mehr Agilität verhilft.
Die Länge des CX-5 ist identisch mit der des Vorgängers (4,55 Meter), auch der Radstand (2,70 Meter) ist gleich geblieben. Allerdings ist der neue CX-5 30 Millimeter flacher als sein Vorgänger. Der Innenraum bietet jedoch weiterhin anständige Platzverhältnisse, vorne allemal. Erst wenn drei Mitfahrer die Rückbank besetzen, wird es im Fond richtig kuschelig. Das Kofferraumvolumen hat geringfügig um sechs auf 506 Liter zugenommen. Bei umgeklappter Rückbank kann man bis zu 1620 Liter Gepäck verstauen. Eine maximale Anhängelast von 2100 Kilogramm macht den Mazda zu einem besonders tauglichen Zugfahrzeug.
Neben dem bereits bekannten 2,0-Liter-Benziner mit 165 PS/121 kW kommt drei Monate nach dem Marktstart ein weiterer mit 2,5 Litern Hubraum und rund 200 PS/147 kW ins Programm, der mit Zylinderabschaltung arbeitet.
Während das kleinere der beiden Triebwerke wahlweise mit Front- oder dem 2000 Euro teureren Allradantrieb bestellt werden kann, gibt es den 2,5-Liter-Vierzylinder ausschließlich mit dem 4x4-System. Eine Getriebeautomatik ist ebenfalls im Angebot, sie kostet 1800 Euro Aufpreis. Die Diesel mit 2,2 Litern Hubraum bringen es auf 150 PS/110 kW und 175 PS/129 kW. Ihre Verbrauchswerte liegen bei 5,4 und 5,8 Litern Treibstoff auf 100 Kilometer. Auch für sie ist die sechsstufige Automatik im Programm.
Der neue CX-5 fährt sich deutlich agiler und dynamischer als sein Vorgänger. Was nicht zuletzt an der verwindungssteiferen Karosserie liegt. Die überarbeitete Lenkung ermöglicht es, Kurven präziser anzusteuern und den Kurs feinfühliger zu korrigieren. Das Fahrwerk sorgt dank der gelungenen Abstimmung für ruhiges Fahren.
Das Schalten ist einfacher geworden. Der kurze Hebel liegt auf der jetzt höheren Mittelkonsole besser in der Hand. Exaktes Ansprechverhalten zeichnet außerdem die Bremsen aus, die den Wagen äußerst gefühlvoll, aber wirksam verzögern.
Dass die Federung hohe Komfortansprüche erfüllt, rundet das verbesserte und angenehmere Fahrverhalten des CX-5 ab.
Eine neue Verkehrszeichenerkennung und das verbesserte Head-up-Display sind ebenso hilfreich wie die Stau-Funktion des Tempomaten. Fürs Infotainmentsystem erhält man nun kostenlose Karten-Updates bis zu drei Jahren. Eine Metallic-Lackierung kostet mindestens 580 Euro Aufpreis.
Die frischere Karosserie des CX-5 und die Verbesserung der ohnehin schon ausgeprägten Tugenden werden Anklang finden.