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Die günstigere Möglichkeit, Golf zu fahren

Die günstigere Möglichkeit, Golf zu fahren

VWs spanische Tochter Seat kombiniert ausgereifte Volkswagen-Technik und jugendlich-schicken Auftritt. Hinzu kommen die vorteilhaften Preise. Neu in der Leon-Reihe ist der ST genannte Kombi.

Weiterstadt. Gegen den Trend legte Seat in den vergangenen Jahren zweistellig zu, 2013 auf mehr als 83 000 Verkäufe. Aktuell zeigt der Trend erneut nach oben - der Marktanteil nähert sich drei Prozent.
Das Programm beginnt mit dem Mii, der als jugendlich und pfiffig beworben wird. Er bildet eine Parallele zum VW Up und zum {Scaron}koda Citigo. Die Unterschiede in Optik und Preis (ab 8990 Euro) sind gering, die Technik (60 PS/44 kW und 75 PS/ 55 kW) inklusive einer Erdgas variante ist gleich. Nächstgrößeres Modell ist der Ibiza. In ihm steckt der VW Polo, den Seat eine Handbreit länger einkleidet (4,04 Meter) und der vor allem mit ausgeprägten Seitenkanten viel dynamischer auftritt. Ihn gibt es als Fünf- und Dreitürer (SC) mit allen Motoren aus dem Polo- Regal von 60 PS/44 kW bis 180 PS/132 kW, auch mit Siebengang-Automatik (DSG). Anders als der Polo ist er auch als Kombi (ST) im Programm - mit 1164 Litern Laderaum. Die Preise beginnen bei 10 990 Euro - circa 2500 Euro unter dem Polo -, allerdings mit einfacherer Ausstattung.
Wichtigstes Modell aus Spanien ist der Leon. Ihm spendet der Golf den sogenannten modularen Querbaukasten mit langem Achsabstand (2,64 Meter). Die Karosserie wirkt mit grimmig blickenden Scheinwerfern dynamischer als beim Golf. Die Innenmaße sind praktisch gleich, der Kofferraum fasst wie im Golf 380 Liter, der Laderaum bis zu 1470 Liter. Anders als beim Kompakten aus Wolfsburg sind Radstand und Karosserie beim Dreitürer (SC) dreieinhalb Zenti meter kürzer, was ihn optisch überraschend stark vom Fünf türer abhebt. Der Auftritt wird jedoch mit weniger Knieraum erkauft und mit deutlich schwierigerem Einstieg nach hinten.
Ganz neu ist der Kombi, bei Seat ST genannt. Die um 28 Zentimeter auf 4,54 Meter gestreckte Karosserie bietet bis zu 1470 Liter Stauraum. Das ist etwas weniger als bei VW Golf Variant oder Opel Astra Sports Tourer, er heblich weniger als beim deutlich längeren, aber auf der gleichen Basis aufgebauten {Scaron}koda Octavia Combi. Die Rücksitzlehnen lassen sich vom Kofferraum aus vorklappen. In der oberen Stufe eingesetzt ergibt dessen Boden wie üblich eine ebene Ladefläche. Das Abdeckrollo lässt sich darunter verstauen. Innen gibt es klare Instrumente, leichte Bedienung und saubere Verarbeitung.
Unter den sechs Benzin motoren (86 PS/63 kW bis 180 PS/132 kW) und den vier Dieseln (90 PS/66 kW bis 184 PS/135 kW) sorgen bereits der 1.2 TSI (105 PS/77 kW, 175 Nm) und der 1.6 TDI (ebenfalls 105 PS/77 kW, 250 Nm) für ansprechende Fahrleistungen: Spitze jeweils 191 km/h, Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in 10,3 und 11,1 Sekunden, Normverbrauch 4,9 und 3,8 Liter, CO{-2}; 114 und 99 g/km. Den 1,6-Liter-Diesel gibt es auch in einer Ecomotive-Version. Sie begnügt sich mit 3,3 Litern und hat 110 PS/81 kW. Ein Sonderfall ist dazu der Leon Cupra, der mit 265 PS/195 kW oder 280 PS/206 kW dem Golf R nacheifert. Bei Preisen ab 14 990 Euro (SC, 86 PS/63 kW) lassen sich gegenüber dem vergleichbaren VW Golf gute 2000 Euro sparen.
Als größeres Modell hat Seat den Toledo im Programm (4,48 Meter, Stufenheck, ab 13 990 Euro). Hinzu kommt der Altea als höhere Limousine (157 Zentimeter, ab 17 990 Euro), auch in XL-Version (4,49 Meter). Er wird auch mit Allradantrieb angeboten und in Offroad-Optik, genannt Altea Freetrack. Ein Siebensitzer steht ebenfalls bereit: der Alhambra zu Preisen ab 28 740 Euro.