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Drei Talente gut gemischt

Drei Talente gut gemischt

Mitsubishi will auch mit der dritten Generation seines Modells Outlander auf der Erfolgswelle der sogenannten Crossover-Fahrzeuge reiten. Die gute Mischung aus Geländewagen, Kombi und Van soll es möglich machen.

Trebur. Trug der alte Outlander noch eine wuchtige Bugpartie, die an den konzerneigenen Düsenjäger erinnerte, hat Mitsu bishi nun eine Design-Wende vollzogen. Geradezu feingliedrig wirken die schmalen Scheinwerfer samt Chromband und der zweigeteilte Kühler im Stoßfänger. Sparsam verwendete Zacken und Kanten machen den Outlander zu einem gefälligen Gesellen, an dem nichts zum Widerspruch herausfordert.
Allem Anschein nach wird er seinen Weg ohne Begleitung finden müssen. Bisher ermöglichten die weitgehend baugleichen französischen Brüder Citroën C-Crosser und Peugeot 4007 höhere Stückzahlen und mehr Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung. Doch diese beiden Modelle sind vorerst Geschichte. Der französische PSA-Konzern pflegt mittlerweile engen Kontakt zu General Motors. Die japanisch-französische Partnerschaft läuft hingegen aus, wobei Verträge noch erfüllt werden. Dazu zählt das Liefern der kleinen Elek tro autos Peugeot Ion und Citroën C-Zero sowie die Nutzung der Mitsubishi-ASX-Plattform.
Der Outlander hat sich ordentlich weiterentwickelt. Er hat um gut einen Zentner abgespeckt und weist aerodynamische Verbesserungen auf, die für einen von 0,36 auf 0,33 gesunkenen Luftwiderstandsbeiwert sorgen. Zudem gibt es neue Motoren, einen besser nutzbaren Innenraum und elektronische Helfer - vom automatischen Abstandshalter bis zum Notbremsassistenten.
Im Innenraum geht es bedie ner freundlich zu. Die Sitze in der zweiten Reihe lassen sich bis zu 25 Zentimeter in Längsrichtung verschieben, beim Siebensitzer gelangen die Passagiere jetzt leichter auf ihre Plätze in Reihe drei. Doch dort sitzen allenfalls Kinder einigermaßen bequem. Durch einen neuen Klappmechanismus für die zweite Reihe wächst die komplett ebene Ladefläche um knapp 34 Zentimeter auf 1,69 Meter Länge.
Zur Wahl stehen ein 150 PS/ 110 kW starker 2,0-Liter-Benziner und ein gleich starker 2,2-Liter-Diesel. Einmal mehr überzeugte der Selbstzünder aufgrund des kräftigen Drehmoments von 360 Newtonmetern ab 1750 U/min auf den ersten Testfahrten. Er kam uns leiser vor als im Vorgänger, ist aber noch hörbar. Mit einem bemerkenswerten Normverbrauch von 4,8 Litern liegt er einen vollen Liter unter dem des Vorgängers. Das Sechsganggetriebe ermöglicht ein entspannteres Fahren als die fünf Gänge des Benziners.
Erneut kann man den Out lander als reinen Fronttriebler ab 24 490 Euro bestellen. Das ist der gleiche Preis wie für das Einstiegsmodell des Vorgängers. Als Allrader gibt es ihn in der nächsthöheren Ausstattungslinie samt stufenlosem CVT-Getriebe ab 31 640 Euro.