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Ein knackiger Stadtindianer

Foto: Fiat
Foto: Fiat
Frankfurt. Mit seinen 4,25 Metern Länge ist der neue Fiat 500X nur einen Zentimeter kürzer als der VW Golf, und es gibt ihn mit Front- oder Allradantrieb. Insgesamt sind sechs Motorisierungen angekündigt. Sowohl die schwächste als auch die stärkste Ausführung starten erst in einigen Monaten. Gundel Jacobi

Frankfurt. Runde Formen zeichnen alle Modelle von Fiats 500er-Familie aus. Das gilt auch für den neuen 500X, eine Mischung aus Limousine und leichtem sportlichem Mehrzweckfahrzeug (SUV). Er nutzt die gleiche technische Basis wie der neue Jeep Renegade, der gezielt Liebhaber von Ecken und Kanten anspricht. Jeep und Fiat laufen im selben Werk im italienischen Melfi vom Band. Beide Marken gehören zum Konzern Fiat Chrysler Auto mobiles, kurz FCA.
Betrachtet man den Fiat 500X von vorn, fallen die großen, weit oben sitzenden Scheinwerfer auf, ergänzt durch darunter liegendes Tagfahrlicht und Nebelscheinwerfer. Die Radkästen sind markant gezeichnet, zwei scharfe Linien prägen die Motorhaube. Große Türen gewähren einen bequemen Einstieg. Ein auffälliger Dachkantenspoiler schützt die hoch sitzende Heckscheibe vor allzu viel Regen und Sonne. In der Ausstattung Cross ragt noch ein Unterfahrschutz fast bis an die 78 Zentimeter hohe Lade kante heran. Geöffnet gibt die vergleichsweise schmale Heckklappe den Blick frei auf 350 Liter Gepäckraum. Wer nur zu zweit unterwegs ist, kann dachhoch einen vollen Kubikmeter ver stauen.
Viele Ablagemöglichkeiten



Auf den hinteren drei Sitzen müssen Großgewachsene bei Kopf- und Beinfreiheit Abstriche machen. Fahrer und Beifahrer hingegen haben aus reichend Platz und viele Ablageflächen. Gleich zwei Handschuhfächer haben die Italiener dem Stadt indianer spendiert. Die Bedienelemente und Armaturen im Cockpit sind klar strukturiert. Für den 500X hat Fiat sechs Motoren angekündigt. Das Einstiegstriebwerk, ein 1,3-Liter-Diesel mit 95 PS/70 kW, wird erst im Lauf des Jahres verfügbar sein. Bis dahin gehen ein 1,6- Liter-Diesel mit 120 PS/88 kW sowie ein 140 PS/103 kW starker 2,0-Liter-Diesel, der mit Allradantrieb kombiniert werden kann, auf Kundenfang. Letzterer ist auf Wunsch mit neunstufigem Automatikgetriebe zu haben. Bei den Benzinern macht ein 1,6-Liter-Motor mit 110 PS/81 kW den Anfang, gefolgt vom 1,4-Liter-Turbo (140 PS/103 kW). Wer diesen ordert, kann zwischen Sechsgang-Handschaltung und Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe wählen. In einigen Monaten wird der 1,4-Liter-Benziner auch mit 170 PS/125 kW verfügbar sein. Er ist dann ausschließlich mit Auto matik zu haben. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6.
Bei ersten Testfahrten mit der Allradversion fiel das straff abgestimmte Fahrwerk auf. Über einen Sport-Schalter in der Mittelkonsole lassen sich Lenkverhalten, Gaspedal und Dämpfer nochmals direkter und straffer einstellen. Der Fronttriebler hat hingegen eine eher komfortable Ab stimmung. Ob bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn oder auf kurvigen Land straßen - der kleine Hochbeiner glänzt mit sehr guter Straßenlage.
Zu seiner Markteinführung am 28. Februar ist der 500X mit Frontantrieb und dem 1,6-Liter- Benzinmotor in der Ausstattung Pop ab 16 950 Euro verfügbar.