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Ein munteres Kerlchen zu niedrigen Preisen

Ein munteres Kerlchen zu niedrigen Preisen

Ford stellt seinem erfolgreichen sportlichen Mehrzweckfahrzeug (SUV) Kuga den kleineren EcoSport zur Seite. Dieses Mikro-SUV kommt ohne Allradantrieb aus. Es überzeugt mit guter Sitzposition und sparsamen Motoren.

Köln. Ein Alleskönner mit den perfekten Genen eines sport lichen Mehrzweckfahrzeugs (SUV) für jeden, der eine hohe Sitzposition und gute Übersichtlichkeit wünscht - so preist Wolfgang Kopplin, seit Anfang April Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb bei Ford, den EcoSport an. Das neue kleine SUV wird in Indien gebaut, ist 4,01 Meter lang und bietet einen Radstand von 2,52 Metern.
Optisch passt der Fünftürer gut in die Ford-Familie. Das an der links angeschlagenen Hecktür befestigte Reserverad sieht keck aus. Zurzeit ist das Basismodell - mit einem 112 PS/82 kW starken 1,5-Liter-Vier zylinder-Benziner - noch zum Aktionspreis von 17 990 Euro im Angebot. Nach Ende dieses Einführungsrabatts kostet es 19 200 Euro. Der modernere, wenngleich spürbar rauere Antrieb ist der turbogeladene Dreizylinder-Benziner aus der Ecoboost-Serie. 20 200 Euro verlangt Ford für diese Motorisierung. Sie bringt es auf 125 PS/92 kW, verbraucht aber nach der Norm nur 5,3 Liter Super, einen ganzen Liter weniger als der hubraumstärkere Vierzylinder.
Unsere ersten Testfahrten haben offenbart, dass das Eco boost-Triebwerk dem 1350 Kilogramm schweren EcoSport mühelos Beine macht. 170 Newtonmeter Drehmoment stellt der Drei zylinder bereits ab 1400 Umdrehungen pro Minute bereit. Das genügt für munteres Mit rollen im Alltagsverkehr und ermöglicht schaltfaules Fahren. Das manuelle Fünfganggetriebe erlaubt zwar zügige und genaue Gangwechsel. Doch die Maschine ist schon bei niedrigen Dreh zahlen von knapp über 1200 U/min so gut bei Kräften, dass sie zügig be schleunigt. Auf einen Allrad antrieb hat Ford allerdings ganz verzichtet.
12,7 Sekunden braucht der frontgetriebene Kompaktwagen im Offroad-Kleid für den Sprint von null auf 100 km/h, und er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.
Zur Wahl steht auch eine Version mit Doppelkupplungs getriebe (1700 Euro Aufpreis), allerdings nur in Kombination mit dem Vierzylinder-Benziner. Als drittes Triebwerk ist ein neuer 1,5-Liter-Diesel mit 90 PS/ 66 kW im Programm, der es auf 205 Newtonmeter Drehmomentspitze bringt. Er ermöglicht 160 km/h und beschleunigt in 14 Sekunden von 0 auf 100. 4,6 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer werden als Normwert angegeben. Damit zähle der Diesel zu den sparsamsten Triebwerken seiner Klasse, sagt Ford.
Im Innenraum herrscht noch eine gewisse Unreife. So wackeln die Schalter und Tasten ein wenig, und das Lenkrad fasst sich an wie feuchtes Papier. Dazu merkt der Hersteller an, es handle sich um den Vorserienstandard. Bei Assistenzsystemen spart Ford. Wer auf die Helfer nicht verzichten will, bekommt Tempomat, Licht- und Regensensoren nur im Paket für 350 Euro, den Park piloten hinten für 355 Euro. Die Berganfahrhilfe gibt es nur mit Automatik. Serienmäßig sind schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Leichtmetallräder, elektrische Fensterheber, Klima automatik und CD-Radio.