Ein Sprung nach oben

Mercedes-Benz setzt mit seiner neuen C-Klasse auf Wachstum: beim Volumen, dem Komfort und der Hightech-Ausstattung, die bislang nur in höheren auto mobilen Regionen zu finden war.

Stuttgart. In den 1980er Jahren war die C-Klasse noch das Einstiegsmodell bei Mercedes-Benz. Die neueste Generation hingegen trennt nur noch wenig vom größeren Bruder E-Klasse, dessen Einstiegspreis satte 7000 Euro höher liegt. Der C 180 mit einem 156 PS/115 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner kostet 33 558 Euro. Dafür gibt es schon eine ganz ansehnliche Grund ausstattung. Klimaanlage, USB-Radio, fünf Lautsprecher mit Frontbass, 7-Zoll-Monitor, Kollisionsnotbremse, Müdigkeits warner, Ladesicherungsnetz im Kofferraum: Vieles, was früher extra gekostet hat, ist nun Serie.
Knapp zehn Zentimeter in der Länge (4,67 Meter) legte die C-Klasse zu, vier Zentimeter in der Breite (1,81 Meter) und acht beim Radstand (2,84 Meter). Optisch nähert sie sich mit den seitlichen Linien, die die Flanken auflockern, flachem Kühlergrill, den Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht und leicht abgeschrägtem Heck der S-Klasse an. Zur Wahl stehen zwei Gesichter: Generell sitzt der große Mercedes-Stern im Kühlergrill, in der Exclusive-Ausstattung steht er auf der langen Motorhaube. Für diese wurde die Passagierkabine nach hinten versetzt. Das bringt Dynamik.
Das Interieur hat deutlich gewonnen. Besonders auffällig ist die treppenartige Ausformung der Schalttafel auf der Beifahrerseite. Das schafft ein angenehmes Raumgefühl und strukturiert die Funktionsbereiche.
Straff und dennoch komfortabel


Materialien und Verarbeitung sind - wie erwartet - auf hohem Niveau, die Sitze straff und dennoch komfortabel gepolstert. Ein zentraler Kontrollknopf mit angenehmer Handauflage steuert das Command-Online-System. Man kann zum Beispiel das Fahrtziel auch mit dem Finger auf das Touchpad schreiben.
Vorerst bietet Mercedes für die C-Klasse drei Motorisierungen an: das erwähnte Grundmodell C 180, den kräftigeren C 200 mit 2,0-Liter-Benzinmotor und 184 PS/135 kW für 36 414 Euro sowie den C 220 Bluetec mit 2,2-Liter-Diesel und 170 PS/125 kW für 38 675 Euro. Die Norm verbräuche dieser Motoren liegen zwischen 4,0 und 5,3 Litern. Die Vierzylinder klingen kernig, was in den Werbebotschaften lieber als kraftvoll bezeichnet wird. Laut sind sie jedoch nicht. Durchzugskraft steht jederzeit zur Verfügung, Leistungsmangel ist nicht zu beklagen.
Im Herbst folgt der C 300 Bluetec Hybrid mit 204 PS/150 kW und einem Verbrauch von 3,6 Litern Diesel. Weitere Diesel und Benziner sind angekündigt, darunter das 333 PS/245 kW starke Spitzenmodell C 400 4matic - ein Sechszylinder-Benziner - sowie ein besonders sparsamer Plug-in-Hybrid mit Benzinmotor.
Die C-Klasse ist als erstes Modell in diesem Segment mit einer Luftfederung erhältlich, Airmatic genannt. Sie kostet 1416 Euro Aufpreis. Für nochmals 119 Euro Zuzahlung lassen sich die Dämpfer voreinstellen, die Modi Comfort, Sport und Sport+ sind möglich. Jedoch bleiben die Fahreigenschaften stets komfortabel. Der aktive Schleuderschutz ESP steigert die Agilität mit gezielten Bremseingriffen beim Einlenken wesentlich.