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Einladend auch von außen

Einladend auch von außen

Im Gegensatz zum Passat Variant hat die Kombiversion des VW Golf den Durchbruch nie so richtig geschafft. Mit der neuesten Generation, die größer und attraktiver gestaltet ist, soll sich das ändern.

Wolfsburg. Der VW Golf Variant hat es bisher nur auf einen Anteil von circa 20 Prozent in der Golf-Reihe gebracht. Das lag sowohl am eingeschränkten Raum für Passagiere und Transportgut als auch an der ziemlich biederen Optik. Beides haben die Wolfsburger nun geändert: Der neue Golf Variant wird zum echten Lademeister. Sein Gepäckraum wächst um 100 auf 605 Liter, maximal passen 1620 Liter ins Stauabteil - ein Plus von 125 Litern. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen wächst die Ladelänge auf 1,83 Meter, optional sogar auf 2,67 Meter, wenn auch die Lehne des Beifahrersitzes umgelegt wird.
Für verbesserte Innenmaße sorgen die gewachsenen Abmessungen der Karosserie. In der Länge (4,56 Meter) sind es knapp drei Zentimeter mehr bei etwas niedrigerer Dachhöhe. Vom knapp sechs Zentimeter längeren Radstand profitieren auch die Fondpassagiere. Insgesamt wirken die Proportionen gefälliger. Vor allem das Heck gewinnt optisch durch die Gestaltung der hinteren Dachsäulen und der erstmals zweigeteilten Rückleuchten.
Für den Golf Variant stehen sieben Motoren zur Auswahl: vier TSI-Turbobenziner von 85 PS/63 kW bis 140 PS/103 kW und drei TDI-Diesel von 105 PS/77 kW bis 150 PS/110 kW - alle mit Stopp-Start-System. Am sparsamsten sind die beiden 1,6-Liter-TDI (Fünfganggetriebe) mit 3,9 Litern auf 100 Kilometer (CO{-2}: 102 g/km). Beim 2.0 TDI mit 150 PS/110 kW sind es 4,2 Liter.
Die beiden günstigsten der neuen TSI-Motoren sind der 1.2 mit 85 PS/63 kW und der 1.2 mit 105 PS/77 kW, die 5,0 beziehungsweise 5,3 Liter Super verbrauchen (mit Doppelkupplungsgetriebe DSG: 5,1 Liter). Die Benziner und Diesel arbeiten bis zu 15 Prozent sparsamer als bis- her. Sechs der sieben Motoren können mit einem Sechs- oder Siebengang-DSG kombiniert werden. Zudem sind auf Wunsch zwei TDI-Versionen mit Allradantrieb erhältlich.
VW hat den Variant nicht nur dynamischer gezeichnet, auch das Handling ist agiler ausgelegt. In Kurven zeigt er sich noch fahrstabiler. Serienmäßig hat der Neue die weiterentwickelte elek tronische Differenzialsperre XDS Plus. Wer auf Knopfdruck besonders komfortabel oder sportlich fahren will, kann zur adaptiven Fahrwerksregelung DCC greifen, die 990 Euro Aufpreis kostet.
Der immer fünftürige Golf Variant startet im September zu Preisen ab 18 950 Euro für den 1.2 TSI mit 85 PS/63 kW.