| 15:17 Uhr

Fahrbericht
Boomfaktor SUV: Der Seat Arona im TV-Fahrbericht

FOTO: Jürgen Braun
Trier. Der Boom bei den kleinen, kompakten Fahrzeugen, die etwas höher gelegt sind, ein wenig Outdoor-Anmutung haben und zudem noch jung, frisch, frech und peppig anmuten, ist ungebrochen. Seat bringt dazu den Arona auf den Markt. Von Jürgen Braun

Richtige Geländewagen mit Böschungs- und Neigungswinkel, die man auch noch durch, Matsch, über Stock und Stein jagen darf und kann, werden immer seltener. Aber die SUV, die auch in der Stadt, auf der Kreis- und Landstraße, auf Autobahnen und in Parkhäuern zuhause sind, werden immer beliebter. Seit dem Jahr 2015 hat sich die Zahl der Zulassungen in diesem Segment vervierfacht. Wir fuhren aus dieser Kategorie den Seat Arona mit einem 150 PS Benzinaggregat.

Der Arona macht es wie viele seiner Konkurrenten in diesem Segment: Er basiert auf einem Modell, das eher noch unterhalb der Kompaktwagenklasse angesiedelt ist, in diesem Fall ist es der Ibiza. Doch die Designer und Ingenieure haben auch im Falle des Arona einen beachtlichen kleinen Großen oder einen großen Kleinen gezaubert. Und einer, der den Zeitgeist trifft: Erhöhter Einstieg, Hohe Sitzposition, mehr Bodenfreiheit, angedeutete optische Elemente aus dem Offroad-Bereich. Ein Hauch von Abenteuer für den Asphalt, und dazu jede Menge Platz: Verteilt auf ist 4,14 Metern Länge, 1.780 mm Breite und 1,55 Meter Höhe kommen da schon recht üppige Bedingungen für diese Kategorie von Fahrzeugen auf. Vor allem beim Laderaum kann der Arona punkten: Von 400 bis 1280 Liter bei umgeklappter Rückbanklehne reicht der Platz.

FOTO: Jürgen Braun

Komfort im Innenraum

FOTO: Jürgen Braun

Der Innenraum hat einen hohen Wohlfühlfaktor: Das gilt für die Auswahl und die Verarbeitung der Materialien: Leder, Ziernähte, alles andere als „Billigplaste“ im Cockpit oder den Türen. Der Arbeitsplatz des Fahrers wirkt aufgeräumt, die Instrumente sind gut zu erreichen, es herrscht kein Überangebot, kein Wust an Knöpfen, Schaltern oder Hebeln. Wie auch beim Ibiza bietet Seat jede Menge Möglichkeiten zur Individualisierung.

Allein bei den Dach- und Karosseriefarben kommt man auf 70 Möglichkeiten. Die serienmäßige Ausstattung mit Assistenzsystemen ist top: Dazu gehört der Front-Assist mit Fußgängererkennung und City-Notbremsfunktion, der Berganfahr-Assistent und die Multi-Kollisionsbremse. Optional stehen so angenehme und hilfreiche Dinge wie Auspark-Assistenten, einen Parklenk-Assistenten für Längs- und Querparken, ein Toter-Winkel-Warner oder eine automatische Distanzregelung zur Verfügung. Der Arona lässt sich mit Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLink vernetzen. In einer Box wird das Smartphone drahtlos aufgeladen.

Sportlich und und flott genug

Das 1,5-Liter-Aggregat unserer sportlichen „FR“-Variante stellt 150 PS in einem breiten Drehmomentband zur Verfügung. Die manuelle Sechsgang-Schaltung, mit der das Triebwerk kombiniert ist, reagiert präzise. Die Schaltkulisse gibt keinen Anlassen zum Meckern, da hakelt nichts beim Gangwechsel. Das Lenkrad lässt sich in Tiefe und Neigung gut einstellen. Das maximale Drehmoment von 250 Newtonmetern steht bereits ab 1.500 Umdrehungen pro Minute bereit. Die Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h braucht es da gar nicht, um sich in diesem flotten Kompakt-SUV der spanischen VW-Tochter flott unterwegs zu fühlen. In 8.0 Sekunden ist man von Null auf 100, Seats sportliche Kreationen bestätigen wieder einmal ihren guten Ruf in diesen Segmenten.

Die Sitze haben ausreichende Auflagefläche, bieten guten Seitenhalt. Der Arona ist ein reiner Fronttriebler, eine Allrad-Option gibt es nicht. Deswegen ist er auch kein echter Offroader, aber ein flotter Kompakt-SUV, der in der „FR“-Ausstattung viel Fahrspaß mit einer ansprechenden Outdoor-Optik verbindet. Dementsprechend ist auch das Fahrwerk ausgelegt: Eine gelungene Mischung zwischen sportlich straff und komfortabel.

In der Ausstattung „FR“ kost der Seat Arona mit dem 150-PS-Motor ab 22.820 Euro