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Fahrbericht
Der Hybride: Suzuki Swift 1.0 Boosterjet im TV-Fahrbericht

FOTO: Jürgen Braun
Trier. Der Swift ist der Bestseller des japanischen Kleinfahrzeuge- und Geländespezialisten Suzuki. In seiner mittlerweile sechsten Generation wurde der vor allem bei jungen Leuten beliebte Kompakte im vergangenen Jahr rundum erneuert und jetzt erstmals auch mit einem Mildhybrid-System ausgestattet. Der Elektro-„Gehilfe“ soll dem 111 PS starken 1.0-Drei-Zylinder in erster Linie beim Sparen unter die Arme greifen. Der TV hat diesen Vorsatz und den neuen Suzuki Swift Hybrid unter die Lupe genommen.

Zunächst zur Optik: Der neue Suzuki Swift wirkt durch die etwas flachere Karosserie, einen breiten Radstand und die in die C-Säule „abkommandierten“ Türgriffe eine Spur interessanter und flotter. Der Kühlergrill ist dominanter geworden, was auch für das gesamte Fahrzeug gilt. Im Innenraum wurde auf überflüssiges Schnick-Schnack verzichtet, um betont jugendliche Konsumenten in das Auto hinein zu ziehen.

Die Armaturen sind aufgeräumt, alle Bedien-Elemente sind gut erreichbar. Im Mittelpunkt des Cockpits informiert ein dem Innenraum entsprechend großer Monitor in dunkler auf Hochglanz getrimmter Optik über die wichtigsten Navigations- oder Infotainment-Daten. Über eine Anzeige im Armaturenbrett wird der Fahrer auch informiert, wann das Mild-Hybrid-System gemeinsam mit dem Verbrenner und dem Elektro-Motor arbeitet. Ein wenig nach Plaste-Überschuss in den Fabrikhallen wirkt die Ausstattung aber vor allem dort, wo man nicht so genau hinsieht.

FOTO: Jürgen Braun

Etwas mehr Radstand als bei der Vorgänger-Generation sorgt auch für größere Bewegungsfreiheit für Füße und Ellbogen im Interieur. Das gilt vor allem für die beiden vorderen Plätze. Die Rundumsicht ist gut, allerdings sind die Platzverhältnisse hinten deutlich beengter als vorn. Der Kofferraum ist um rund acht Zentimeter gewachsen. Dort passen jetzt je nach Konfiguration der Rückbank, die sich im Verhältnis 1:2 umlegen lässt, zwischen 265 und 945 Liter rein.

FOTO: Jürgen Braun

Hoher Spaßfaktor

Suzuki gibt an, dass der neue Swift trotz deutlicher Gewichtsabnahme über eine steifere Karosse verfügen soll. Ordentlich für diese Fahrzeugklasse ist das Angebot an Assistenz-Systemen. Dazu gehören unter anderem Spurhalter-, Notbrems- und Abstandsregelsysteme. Optional ist das automatisch umschaltende Fern- und Abblendlicht. Die nur punktuell veränderten Außenmaße machen sich beim Fahrverhalten des neuen Swift dennoch positiv bemerkbar. Auf den winkligen, kurvenreichen Strecken in Eifel und Hunsrück hatten wir dem neuen Suzuki Swift in dieser Motoren-Variante jedenfalls eine ganze Menge Spaß.

Der Dreizylinder ist akustisch und fahrerisch ein Genuss. Trotz des betont kernigen Untertons verfügt das 1.0-Liter-Triebwerk über eine erstaunliche Laufruhe. Dreizylinder sind ohnehin dank des hohen Drehmoments sparsamer als Motoren mit vier „Pötten“. In diesem Falle kommt dazu, dass die Lichtmaschine, die auch als Anlasser funktioniert, entweder beim Bremsen oder auf der Bergabfahrt rekuperiert und elektrische Energie zurückgewinnt. Die 195 km/h Höchstgeschwindigkeit und der Sprint von Null auf Hundert in knapp zehn Sekunden sprechen bei einem von uns ermittelten Durchschnittsverbrauch von 4,5 Litern für diesen Motor.