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Fiat on the rocks: Der Freemont und der Panda als Cross

Fiat on the rocks: Der Freemont und der Panda als Cross

Fiat hat zweien seiner aktuellen Fahrzeuge eine an- und aufregende Optik, aber auch eine Allrad-Technik verpasst, die Lust auf mehr macht. Der TV stellt den neuen Freemont Cross und den Panda Cross vor.


Normale Autos zu verkaufen, denen man auf den ersten Blick ansieht, in welche Kategorie sie gehören, das ist heutzutage gar nicht mehr so einfach. Nein, zumindest ein wenig "Hip" müssen Autos heute sein, trendy, einen Hang zum Auffallen und auch zur Multifunktionalität dürfen sie nicht verleugnen. Diesem Zeitgeist trägt Fiat mit dem Freemont, Cross Rechnung. Eigentlich ist der Freemont ja ein Familien-Fahrzeug. Ein Van, eine Großraumlimousine. Um dem Käufer das Fahrzeug mit einem ganz besonderen Derivat schmackhafter zu machen, wurde aus dem Van als "Freemont Cross" ein halber SUV. So etwas geht mittlerweile ganz schnell, denn die Hersteller sind darin geübt, ihre Serienmodelle etwas auf zu hübschen.

An Front- und Heckschürze ist der wuchtige SUV-Van mit dekorativen Schutzbügeln ausgestattet. Dazu kommt ein unübersehbarer Unterbodenschutz. Mit einer Länge von 4,92 Metern ist der Italo-Amerikaner nicht gerade das, was man schmalbrüstig nennt. Unser 170 PS starker Zweiliter-Multijet-Turbodiesel bringt den mit einer Sechsgang-Automatik versehenen Allradler schnell auf "Vordermann". Wer es etwas weniger martialisch, dafür aber eben auch mit weniger Offroad-Vergnügen haben möchte, für den hat Fiat auch eine 140-PS-Variante des Siebensitzers mit der erhöhten Sitzposition aufgelegt. In diesem Falle wird der kernige Freemont allerdings nur über die Vorderräder angetrieben. Der knapp zwei Tonnen schwere Wagen hat natürlich etwas mit seinen Ausmaßen, sprich mit den hohen Seitenwänden und der daraus resultierenden Windempfindlichkeit zu kämpfen. Aber ein Asphalträuber sollte er ja nun einmal nachweislich nicht werden.

Fiat hat die Sitze der Cross-Version des Freemont mit einer Kombination aus Stoff und Leder bespannt. Lederbezüge legen sich auch über das Lenkrad und den Schaltknauf. Ferner gehören ein Navigationssystem, eine Rückfahrkamera, ein schlüsselloses Zugangssystem sowie eine 400-Watt-Audio-Anlage zur Serienausstattung. Das größte Plus des Fahrzeugs ist jedoch die Kombination zwischen erhöhter Sitzposition, dem durch die höhere Bodenfreiheit erleichterten Einstieg, der guten Rundumsicht und der Gewissheit, trotz all dieser Vorzüge kein Arbeitstier, sondern ein richtig chices Freizeit-Fahrzeug gekauft zu haben. Das Schöne und Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, stand nicht nur im Lastenheft der Entwickler, sondern ist auch in die Tat umgesetzt worden.

Mit der gelungenen kraftvollen Optik als (angedeutete) Offroad-Variante ist dem italienischen Hersteller etwas gelungen, was man ansonsten eher bei den kleineren, kompakteren SUV's vermutet. Denn einen automobilen "Riesen" mit fünf Metern, der nichts von seinem praktikablen Nutzen für die Familie verliert, in einen Abenteuer-Look zu packen, war nicht einfach. Sowohl die Proportionen, als auch das Fahrgefühl und die Gestaltung des Innenraums haben nicht darunter gelitten, auf "Teufel komm raus" einen Geländewagen zu zimmern und die Ur-Version damit ihrer Ursprünglichkeit zu berauben.
Die Preisliste für den Fiat Freemont Cross 2.0 Multijet Allrad mit Automatik beginnt bei 37.490 Euro. In der frontgetriebenen, 140 PS starken Version ist der Freemont Cross bereits ab knapp 27.000 Euro zu haben. Etliche Hersteller rufen da für vergleichbare Exponate einen deutlich höheren Betrag auf.
Beim Panda sieht die Sache ein wenig anders aus. Der Kleine, einst als "tolle Kiste", werbewirksam unters fahrende Volk gebracht, ist ein richtiger Verwandlungskünstler geworden. Jetzt bringen die Italiener den (Panda)-Bären in seiner bis dato urigsten Version auf den Markt. Der Fiat Panda Cross verbindet anspruchsvollste Allrad-Technik mit einem richtig "heißen Blechkleid", das Lust auf mehr in Wald und Flur mit diesem kleinen Alleskönner macht.
Ein einstellbarer Allradantrieb, mehr Bodenfreiheit, mehr "Schmackes" unter der Haube. Und dazu natürlich etliche optische Verkleidungen und Schutzelemente für die mehr oder weniger wilde Natur in unseren Breitengraden und vielleicht auch darüber hinaus. So kommt der ultimative Fiat Panda daher, der sich (nicht nur aber hauptsächlich) an junge Leute richtet, die ihren Freizeit-Spaß und ihr Abenteuer mit diesem flotten Teil erleben wollen. Doch der Panda Cross ist auch etwas für Technik-Freaks, er ist mehr als nur eine zusätzliche, ansehnliche Bereicherung des Fiat-Angebotes in diesem Segment.
Der auffällige Panda Cross kommt zudem mit verbesserten Böschungswinkel daher und unter dem Antriebsstrang verbirgt sich nicht nur ein optisches Plastikteil, sondern ein robuster, stählerner, Unterfahrschutz. Zu diesem Angebot gehört natürlich auch ein entsprechend modifiziertes Fahrwerk, das einen Vorgeschmack von dem vermittelte, was das kleine Bärchen wohl im Extremfall zu leisten vermag. In Verbindung mit den etwas größeren Reifen (185/65-15 statt 175/65-15), deren Platzierung eine höhere Bodenfreiheit ermöglicht, wird das Paket abgerundet.
Für den neuen Fiat Panda Cross haben die Italiener zudem die Triebwerke leistungsoptimiert. Sie bringen nun jeweils fünf PS mehr, als beim Standard-Panda 4x4. Der kernige 0,9-Liter Zweizylinder Turbobenziner wirft 90 PS auf die Kurbelwelle und garniert diese mit einem Drehmoment von 145 Newtonmetern. Der 1,3-Liter Vierzylinder-Turbodiesel weist dem gegenüber 80 PS und 190 Newtonmeter auf. Mit dem Diesel beschleunigt der neue Fiat Panda Cross in 14,3 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 160km/h. Die Benzin-Version kommt auf 12,0 Sekunden und 167 km/h.
Als Topmodell der Baureihe weist der Panda Cross unter anderem Leichtmetallräder, eine Klimaanlage, Bluetooth-Freisprechanlage und ein Multifunktions-Lederlenkrad in Serie auf. Optional ist auch ein lasergesteuerter Notbrems-Assistent erhältlich. Technisches Glanzstück des Offroad-Minis ist jedoch der Allradantrieb des neuen Fiat Panda Cross, der nach "Gusto" des Fahrers variiert werden kann. Über einen Drehregler lässt sich neben der automatischen Kraftverteilung ein 50:50-Split des Allrads installieren, die bis zu einer V-Max von 50 km/h einsetzbar ist. Hinzu kommt die im steinigen und manchmal auch matschigen Gebirge so wichtige elektronische Bergabfahrkontrolle.
Die Preisliste für den umfangreich ausgestatteten Fiat Panda Cross Multijet beginnt bei 18.190 Euro.