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Geringer Durst trotz reichlich Platz

Der Honda CR-V 1.6 i-DTEC mit neuem Dieselmotor kommt am 19. Oktober in den Handel. Foto: Honda
Der Honda CR-V 1.6 i-DTEC mit neuem Dieselmotor kommt am 19. Oktober in den Handel. Foto: Honda
Offenbach. Mit einem neuen Dieselmotor aus dem Civic bietet Honda bald den CR-V, sein sportliches Mehrzweckfahrzeug (SUV) der Mittelklasse, an. Der CR-V 1.6 i-DTEC glänzt mit niedrigem Verbrauch, viel Platz und günstigem Preis. Stefan Woltereck

Offenbach. Der CR-V - seit November 2012 in nunmehr vierter Generation gebaut - spielt in Hondas Programm etwa die Rolle des Tiguan bei Volkswagen, des X3 bei BMW oder des Q5 bei Audi. Angeboten wurde er bisher mit 2,0-Liter-Benzinmotor und Front- oder Vierradantrieb sowie mit 2,2-Liter-Diesel ausschließlich als Allradler.
Innovative klappbare Rückbank


Mit seiner gefälligen Linie, mit viel Platz und den klassenbesten Werten fürs Gepäckabteil (589 bis 1669 Liter) hat sich die neue Version bereits einen guten Namen gemacht. Einen besonderen Geistesblitz verwirklichte Honda mit der Rückbank namens Easy Fold Down - wie üblich asymmetrisch geteilt: Auf Hebelzug im Kofferraum klappt zuerst der Sitz nach vorne, dann legt sich die Lehne darauf. Es entsteht ein völlig ebener Ladeboden, auf dem sich zudem dank geringer Höhe selbst schwere Gepäckstücke vergleichsweise leicht unterbringen lassen.
Mit leicht ablesbaren Instrumenten, exakter Lenkung, leichter Bedienung und wohnlich eingerichtetem Innenraum gefällt der CR-V auch Fahrern, die von der Limousine oder vom Kombi kommen. Bequemer Einstieg und die gute Übersicht durch die hohe Sitzposition sind Vorzüge mehr oder weniger aller sportlichen Mehrzweckfahrzeuge (SUV). Erkauft werden sie in der Regel durch höheres Gewicht, größeren Luftwiderstand und höheren Verbrauch.
Bei Letzterem sorgt der neue CR-V 1.6 i-DTEC für eine kleine Sensation: 4,5 Liter Normverbrauch (CO{-2}: 119 g/km) sind neue Bestmarke für SUV-Modelle in der Mittelklasse. Das neue Triebwerk verfügt über alle Merkmale modernen Motorenbaus. Es ist 47 Kilogramm leichter als der 2,2-Liter-Diesel, es glänzt mit Stopp-Start-Automatik und vor allem mit herabgesetzter innerer Reibung.
Motor mit Spitzenwerten


120 PS/88 kW Leistung und 300 Newtonmeter maximales Drehmoment markieren Spitzenwerte für moderne 1,6-Liter-Diesel. Sie passen hervorragend zum 4,57 Meter langen und mit knapp 1,6 Tonnen nicht über mäßig schweren CR-V. Tempo 100 lässt sich aus dem Stand in 11,2 Sekunden erreichen, als Höchstgeschwindigkeit werden 182 km/h angegeben. Der neue Diesel legt sich nach kurzem Zögern beim Anfahren bereits ab 2000 U/min kräftig ins Zeug, er ist leise und auch in der Praxis sparsam. Bei normalem Mitschwimmen auf der Landstraße zeigt der Bordcomputer oft eine Fünf vor dem Komma.
Nicht die neueste Abgasnorm


Ein Schönheitsfehler: Der Diesel erfüllt lediglich die Abgasnorm Euro 5. Neue Motoren entsprechen mehr und mehr bereits der künftigen und schärferen Euro-6-Norm. Und bei den Sparmeistern erreicht Honda nur den zweiten Platz. Suzuki bringt im September den neuen SX4 her aus. Er ist etwas kleiner aber ebenfalls mit 120 PS/88 kW, sogar mit noch einer Schippe mehr Drehmoment (320 Nm) und mit nur 4,2 Litern Norm verbrauch.
Verantwortlich für die Spar talente des CR-V 1.6 i-DTEC ist außer dem neuen Motor noch ein Trick: Ihn gibt es nur mit Frontantrieb. Gegenüber dem Allradler mit dem großen Motor spart das gut 110 Kilogramm Gewicht und allerhand Reibung. Mit einem vor aussichtlichen Preis von knapp 26 000 Euro spart man gegenüber dem CR-V 2.2 4WD immerhin circa 3000 Euro.
Weiter im CR-V-Angebot sind der 2,0-Liter-Benziner (155 PS/ 114 kW, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb) und der 2,2-Liter-Dieselmotor (150 PS/ 110 kW, nur mit Vierradantrieb).