Italo-Mini mit einem Hauch von Luxus

Italo-Mini mit einem Hauch von Luxus

Lancias Kleinwagen Ypsilon, bisher nur als Dreitürer verfügbar, ist in der neuen Generation nur noch als Fünftürer erhältlich. Das soll den Alltagsnutzen steigern.

Frankfurt. 1,2 Millionen Klein wagen der Baureihe Ypsilon hat Lancia seit 1985 verkauft. Am 2. Juli rollt nun die vierte Generation des italienischen Minis bei uns auf die Straßen. Die Basis version mit einem 69 PS/51 kW starken 1,2-Liter-Vierzylinder kostet ab 12 500 Euro.
Edel sollte die Neuauflage des um sechs Zentimeter auf 3,84 Meter Länge gewachsenen Ypsilon werden, den schwungvolle Linien zieren. Künftig wird er ausschließlich als Fünftürer angeboten. Das Kofferraumvolumen ist um 30 auf 245 Liter gestiegen. Im Innenraum gibt es vorn genügend Platz, im Fond nur dann, wenn Fahrer und Beifahrer ihre Sitze nicht ganz nach hinten schieben. Auf Wunsch wird eine Rückbank mit nur zwei statt drei Plätzen eingebaut.
Traditionsgemäß sitzen die Instrumente mittig auf dem Armaturenbrett, was ihre Ablesbarkeit nicht verbessert. In den gehobenen Ausstattungen Gold und Platinum schmücken Chrom und Klavierlack die Schalttafel. Der kleine Lancia will mit aller Macht hochwertig wirken, wird diesem Anspruch in einigen Punkten aber nicht gerecht. Das Lenkrad fasst sich dank Lederbezug mit guter Unterfütterung angenehm an, lässt sich jedoch nur in der Höhe, nicht in der Tiefe verstellen. Das einfache Material des Handschuhfachdeckels passt gar nicht zu Begriffen wie Luxus und Prestige. Immerhin gibt es ESP und eine Stopp-Start-Automatik samt Schaltempfehlungsanzeige für alle Versionen serienmäßig. Ebenso eine Tankklappe, die den Einfüllstutzen ohne einen weiteren Deckel verschließt.
Drei Motoren werden angeboten. Basis ist der reichlich verschlafen wirkende 1,2-Liter-Benziner (69 PS/51 kW) mit einem Normverbrauch von 4,9 Litern Super, gefolgt vom 85 PS/63 kW starken 0,9-Liter-Zweizylinder-Turbo, der deutlich agiler ist und 4,2 Liter verbraucht. Er kann mit einem automatisierten Getriebe kombiniert werden, das wie die manuellen Schaltboxen fünf Gänge hat. Ein 1,3-Liter-Diesel mit 95 PS/70 kW komplettiert das Angebot. Er kommt mit 3,8 Litern 100 Kilometer weit.
Der Federungskomfort des Ypsilon ist außerordentlich gut. Die Lenkung hat wie bereits im Fiat Panda eine City-Stellung: Diese ist leichtgängiger und weniger genau, bietet jedoch Unterstützung in engen Altstadtgassen. Der Hebel der wenig präzisen Schaltung muss gelegentlich mit etwas Nachdruck in Position gerückt werden. Neu im Ypsilon ist die Einparkhilfe der zweiten Generation. Sie manövriert den Wagen automatisch in eine Parkbucht, wenn diese mindestens 4,06 Meter lang ist. Das Glasdach ist im Vergleich zum Vorgänger um 25 Prozent auf 0,7 Quadratmeter Fläche gewachsen. Der Kunde kann zwischen 16 Lackfarben, vier Bicolor-Lackierungen sowie drei Raddesigns wählen.