Kfz-Reparaturen: Getriebeschaden vermeiden und beheben

Tipp : Kfz-Reparaturen: Getriebeschaden vermeiden und beheben

Wenn aus dem Fahrzeuggetriebe klackernde und rasselnde Geräusche ertönen oder sich die Gänge nur schwer einlegen lassen, ist höchstwahrscheinlich das Getriebe defekt. Dann sollte es von einem Kfz-Mechaniker geprüft werden. Doch die Reparatur eines Getriebeschadens gehört zu den teuersten Autoreparaturen. Gut, dass Autofahrer dem Schaden durch getriebeschonendes Fahrverhalten vorbeugen können.

Die Behebung eines Getriebeschadens ist darum so teuer, weil es sich um ein sehr komplexes Bauteil handelt und der Austausch oder die Reparatur der defekten Teile zeitintensiv sind. Nicht selten übersteigen die Reparaturkosten sogar den Restwert des Autos, sodass sich der Kauf eines neuen Kleinwagens in manchen Fällen sogar eher lohnt, als das kaputte Getriebe reparieren zu lassen. Ein schonender Umgang mit dem Getriebe und regelmäßige Wartungen können vor einem Getriebeschaden schützen und somit helfen, kostspielige Reparaturen oder gar die Notwendigkeit eines kompletten Getriebeaustauschs zu vermeiden.

Getriebeschäden vermeiden

Noch bevor die Anzeichen eines Getriebedefekts bemerkbar sind, sollten Fahrzeughalter das Getriebe warten lassen. Regelmäßige Wartungen, unabhängig von den klassischen Inspektionen, senken das Risiko eines Defekts und dessen Folgeschäden. Wie oft Autofahrer Getriebewartungen durchführen lassen sollten, hängt von den Empfehlungen des jeweiligen Fahrzeugherstellers ab, die im Serviceheft vermerkt sind - normalerweise wird alle 80.000 bis 120.000 Kilometer eine Wartung fällig. Ein hochwertiges, robustes Getriebe hat bei einem angemessenen Umgang durch den Fahrer eine hohe Lebensdauer. Doch verschiedene technische und menschliche Ursachen können zu einem Getriebedefekt führen. Wenn die Hersteller qualitativ minderwertige Bauteile verbauen, ist ein Schaden umso wahrscheinlicher. Aber auch die Fahrer können auf verschiedene Weise zu einem Defekt oder Verschleiß beitragen. Ein niedriger Ölstand zum Beispiel kann das Getriebe austrocknen, was einen starken Abrieb und folglich einen Getriebeschaden verursacht. Außerdem nimmt die Ölqualität mit zunehmendem Alter ab und verliert an Schmierfähigkeit. Ein regelmäßiger Ölwechsel ist darum unerlässlich, um den Abrieb zu vermindern und die Wahrscheinlichkeit eines Getriebeschadens zu minimieren. Neben der Reduktion des Abriebs schützt das Öl das Getriebe durch seine kühlende Wirkung auch vor dem Überhitzen. Wichtig ist es hierbei, auf die Qualität des Getriebeöls zu achten. Unpassendes Öl kann das Getriebe beschädigen. Bei einem Getriebeölwechsel verbleiben oft Reste des Altöls im Getriebe. Einige Getriebeprobleme können bereits mit einer Spülung des Getriebes behoben werden, bei dem das Altöl komplett entfernt und durch neues ersetzt wird. Getriebeschonend ist auch das richtige Einlegen und Wechseln der Gänge. Falsches Schalten vom vierten auf den dritten Gang kann das Getriebe beschädigen. Ein weiterer klassischer Fall eines Schaltfehlers ist, wenn der Fahrer beim Vorwärtsrollen des Autos den Rückwärtsgang einlegt. Oft wird der fünfte Gang mit dem Rückwärtsgang verwechselt und dadurch ein mechanischer Getriebeschaden verursacht.

Reparieren oder austauschen?

Das Getriebe ist eines der komplexesten Autoteile, dessen Reparatur die Fachkenntnis eines Spezialisten erfordert. Viele meinen, der komplette Austausch des Getriebes sei wirtschaftlicher als die teure Reparatur. Doch das ist nicht immer der Fall, sondern von der Art des Getriebes abhängig. Ohne teure Diagnosegeräte lassen sich vor allem manuelle Schaltgetriebe reparieren. Und auch wenn lediglich die Verschleißteile ausgetauscht werden müssen, lohnt sich in vielen Fällen die Reparatur. Autofahrer müssen deshalb zwischen den Reparaturkosten und dem Restwert des Fahrzeugs abwägen, nachdem sie den Kostenplan erhalten haben. Einen besonders praktischen Service im Bereich Getriebereparatur bietet Caroobi. Die Online-Mechaniker der europaweit ersten digitalen Meisterwerkstatt für Autoreparaturen stellen Ferndiagnosen und vermitteln die Fahrzeughalter an passende Werkstätten. Nachdem der Kunde auf der Webseite eine Anfrage gestellt haben, sucht das Programm auf Basis der eigegebenen Daten wie Automarke, Modell und Wohnort nach einer passenden Autowerkstatt, die sich nachweislich mit der Reparatur auskennt.

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