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König der Crossover: Nissan etabliert sich ganz oben

König der Crossover: Nissan etabliert sich ganz oben

Gelungene Modellpolitik Dank seiner Crossover-Strategie hat sich Nissan mittlerweile als erfolgreichster japanischer Automobil- Importeur etabliert.

Im Segment der großen Crossover-Modelle ist der Nissan X-Trail eines der Schwergewichte. Womit nicht unbedingt die Kilos gemeint sind, die das Fahrzeug auf die Waage bringt, sondern viel eher die Rolle, die er im Kampf um die Gunst des Kunden mit den Wettbewerbern spielt. Doch die sind in diesem Genre eher dünn gesät.

Denn seit Nissan vor mittlerweile acht Jahren - angefangen mit dem Qashqai - die klassischen Fahrzeug-Segmente quasi "aufgeweicht" und zu einer ganz eigenen Angebotspolitik für den Kunden gefunden hat, darf der japanische Autobauer diese Vorgehensweise durchaus für sich patentieren und beanspruchen. Dieses Umdenken und Umschwenken führte für den Hersteller zu ebenso erfreulichen wie allgemein überraschenden Zahlen. Und damit auch zu einem Verschieben der Kräfteverhältnisse. Nissan ist mittlerweile die am stärksten wachsende Marke im Bereich der Hersteller, die einen Marktanteil von mindestens zwei Prozent aufweisen. Aktuell beträgt dieser Wert 2,2 Prozent. Nissan hat sich damit inzwischen sogar vor dem japanischen Konkurrenten Toyota etablieren können.

Neben dem X-Trail und dem Qashqai hat aber auch der darunter angesiedelte Juke ein gerüttelt Maß zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen. Dieses sehr mutig und unkonventionell geschnittene Auto war nicht nur der erste Crossover im Kleinwagen-Segment: Der Juke polarisiert, aber dadurch ist er auch bei der Automobil-interessierten Klientel im Gespräch. Und das konnte man bei vielen Angeboten des Hauses in dieser Kategorie zuvor nicht immer behaupten. Die aktuelle Generation des X-Trail hat auch Gene des inzwischen eingestellten Qashqai 2 übernommen. Dazu gehören beispielsweise eine Siebensitzer-Option und der verstellbare Kofferraum. Mit solch nützlichen Details ist die dritte Auflage zu einer ansprechenden Melange aus Optik, Technik und praktischem Nutzen geworden. "Das Beste aus zwei Welten" sehen die Nissan-Marketingleute darin vereint und haben auch gleich einen eigenen Begriff dafür kreiert: "Großstadt-Cowboy

Dieses Kunstwort zeigt, wohin die Reise (auch mit der Familie) mit einem solchen Fahrzeug gehen soll und kann. Für den urbanen Einsatz ist er genau so geeignet wie für die Landpartie. Für anderes, schwierigeres Terrain verweist Nissan auf seine SUV-Produktpalette und umreißt gleichzeitig die kommende Erwartungshaltung: "70 Prozent Crossover, 30 Prozent SUV." Innerhalb dieser profitablen Margen möchte man sich in Zukunft gerne bewegen.

Jetzt wurde dem 1,6 Liter großen und 130 PS starken Diesel im X-Trail noch ein Benziner zur Seite gestellt. Das Turbo-Aggregat hat zwar genau so viel Hubraum wie der Selbstzünder, weist aber mit 163 PS und einem Drehmoment von 240 Newtonmetern erheblich mehr an Leistung auf. Dieses Triebwerk wird auch in den beiden anderen Crossover-Modellen Qashqai und Juke eingesetzt. Im X-Trail bietet Nissan den aufgeladenen Benziner aber lediglich als Handschalter und als Fronttriebler an. Die Optionen Automatik und Allradantrieb werden weiterhin nur in Verbindung mit dem Diesel angeboten.
Nissan geht davon aus, dass sich etwa 15 Prozent der X-Trail-Kunden in Zukunft für einen Benziner entscheiden werden. Der Einstiegspreis in der Basisversion Visia liegt bei 24.750 Euro. Das sind immerhin 2.450 Euro unter dem Basispreis des Diesels. Dafür kann man den Tank schon mit ein paar ordentlichen "Literchen" Ottokraftstoff füllen. Von der hinzu kommenden Steuerersparnis erst gar nicht zu reden. Die voll ausgestattete Version "Tekna" gibt es dann ab 34.950 Euro.